NEUE HÜRDE IN ALTENTREPTOW

Bau der Awo-Kita verzögert sich weiter

Ginge es nach dem Chef der Arbeiterwohlfahrt Stavenhagen, hätte die Kindertagesstätte auf dem einstigen Amtshof längst Gestalt angenommen.
Eine Awo-Kita auf dem Gelände des einstigen Amtshofes ist wieder ein Stück weit in die Ferne gerückt. Denn der
Eine Awo-Kita auf dem Gelände des einstigen Amtshofes ist wieder ein Stück weit in die Ferne gerückt. Denn der Denkmalschutz des Landkreise möchte den aktuellen Bauplan so nicht mittragen. Dafür hat er verschiedene Gründe angeführt. Danilo Vitense
Altentreptow ·

Seit 2018 ist das Gelände, auf dem sich einst der Treptower Amtshof befunden hat, im Besitz der Arbeiterwohlfahrt Stavenhagen. Und seitdem ist Awo-Geschäftsführer Klaus Schmidt bemüht, an dieser Stelle eine neue Kindertagesstätte mit 21 Krippen-, 51 Kita- und 12 Hortplätzen für die Altentreptower aus der Taufe zu heben. Sogar ein Taufname ist schon vorhanden. „Naturtalente“, so der Vorschlag der Eltern, die ihre Sprösslinge dort betreuen lassen wollen. Doch wann das der Fall sein wird, kann derzeit wohl keiner genau beantworten, selbst der Träger der freien Wohlfahrt nicht. Denn bisher fehlt es schlichtweg an einem Haus, in dem seine Kita einziehen kann. Und es scheint so, dass sich der Neubau wohl weiter verzögern wird, wie jetzt am Montag von Schmidt zu vernehmen war.

Landkreis trägt Bebauunggsplan so nicht mit

Dem zuvor gegangen war eine Stellungnahme des Landkreises, die jüngst die Awo erreicht hat. Darin heißt es, dass der vorgelegte Bebauungsplan so nicht mitgetragen werden kann. Bedenken gebe es vor allem vonseiten der Unteren Denkmalschutzbehörde. Laut Awo-Geschäftsführer werden drei große Probleme angeführt, die den Denkmalschützern Bauchschmerzen bereiten. „Das betrifft den geplanten Abstand zur Mauer, den angedachten Spielplatz auf dem Wall und die Dachneigung der Kita“, teilte Schmidt mit.

Folglich soll die Arbeiterwohlfahrt jetzt nachjustieren. Empfohlen ist etwa eine Dachneigung von 35 bis 55 Grad anstatt derzeit geplanten 21 Grad. Aus Sicht des Awo-Chefs ist das noch das geringste Übel. „Das könnte man schnell ausräumen“, sagte er. Schwieriger wird es schon bei der Solarthermie, die für die Denkmalschützer ebenfalls nicht zulässig ist. „Hier bewegen wir uns in der Quadratur des Kreises. Wir wollen ja eine energieeffiziente Kita bauen. Wird ja mittlerweile auch verlangt“, machte Schmidt deutlich. Hier müsse noch einmal tief greifend mit dem Denkmalschutz diskutiert und ein Kompromiss gefunden werden. Ganz ohne regenerative Energiegewinnung geht es seiner Meinung nach nicht.

Mindestabstand zur Stadtmauer problematisch

Für den Geschäftsführer richtig problematisch wird hingegen der geforderte Mindestabstand zur Stadtmauer von sechs Metern. „Dann haben wir ja überhaupt keine Baufläche mehr. Der Bauhof war zum Beispiel direkt an der Mauer“, verdeutlichte Schmidt. Drei Meter sieht der aktuelle Bauplan vor. Auch hier, sagte er, sollte noch einmal intensiv gesprochen werden. Für ihn, für die Awo Stavenhagen gibt es dahin gehend einiges zu klären. Ein Termin dafür steht auch schon fest. Am Donnerstag sitzen Awo und Denkmalschützer erstmals an einem Tisch. In weiterer Folge könne sich Schmidt gut eine Vor-Ort-Begehung vorstellen. „So lassen sich Bedenken vielleicht besser ausräumen“, meinte er.

Fakt ist, dass der Bauherr jetzt wieder ins Verfahren gehen, alles neu klären und der B-Plan angepasst werden muss. „Am Donnerstag können wir sagen, ob eine Einigung möglich ist“, fasste es Schmidt zusammen. Bis dahin sei das Ergebnis offen. Dabei hatte es für die Awo-Kita eigentlich schon ganz gut ausgesehen. So hatte Schmidt dem städtischen Bauausschuss bereits mitgeteilt, dass nach diversen Verzögerungen nun endlich mit einem Start Ende Oktober, Anfang November zu rechnen ist (der Nordkurier berichtete).

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