PLÄNE VORGESTELLT

Baustart für Neubrandenburger Stadthalle 2020

An Ideen für den Umbau der Stadthalle Neubrandenburgs wird im Rathaus schon länger getüftelt. Nun gab es erstmals konkrete Informationen dazu. Ab Anfang 2020 könnte demnach die Halle für einen ersten Bauabschnitt gesperrt werden.
Tim Prahle Tim Prahle
Die Neubrandenburger Stadthalle soll nach Plänen des Architekten auch noch einen Anbau bekommen. Wie das finanziert werde
Die Neubrandenburger Stadthalle soll nach Plänen des Architekten auch noch einen Anbau bekommen. Wie das finanziert werden könnte, ist aber noch völlig offen. Foto: Tim Prahle Tim Prahle
Das Gebäude ist nicht mehr im allerbesten Zustand und soll saniert werden.
Das Gebäude ist nicht mehr im allerbesten Zustand und soll saniert werden. Tim Prahle
Wegen des Anbaus würden die etwas weniger ästhetischen Container auf der Süd-West-Seite verschwinden.
Wegen des Anbaus würden die etwas weniger ästhetischen Container auf der Süd-West-Seite verschwinden. Tim Prahle
Haben viel zu bereden: Der Architekt des ursprünglichen Baus vor 50 Jahren Carl Kraus (l.), Neubrandenburgs Denkmalschutz
Haben viel zu bereden: Der Architekt des ursprünglichen Baus vor 50 Jahren Carl Kraus (l.), Neubrandenburgs Denkmalschutzbeauftragte Marie Mamerow und Sanierungsarchitekt Ullrich Schmidt. Tim Prahle
Neubrandenburg.

Der Neubrandenburger Architekt Ullrich Schmidt gab am Sonntag einen ersten konkreten Einblick in die Ideen zur Sanierung der Stadthalle. „Wir wollen am liebsten alles so erhalten, wie es ist, aber zeitgemäß anpassen“, formulierte er. Ein Kern der Erneuerung: das Lüftungssystem. Es sei ein altbekanntes Ärgernis, dass sich die Halle nach rund einer Stunde gerne mal aufheizt, sagte der Architekt. Der Einbau einer sogenannten Quell-Lüftung solle helfen. Die Luft solle sich dadurch etwas sanfter verteilen, so der Architekt, dessen Büro sich in Neubrandenburg unter anderem auch die Vierrademühle und die Jägersche Villa vorgenommen hatte.

Neuer Anbau in Planung

Für die Stadthalle ist aber weit mehr geplant, als nur Bestandsarbeiten, neue Räumlichkeiten für die Technik, Blendschutz für die Sportler und bessere Luft. Schmidt schwebt sogar eine Erweiterung der Halle durch einen „kleineren, der Stadthalle untergeordneten Bau“ vor. Als Ersatz für die Containerbauten, die aktuell noch auf der einen Seite des Gebäudes zu finden sind. „Die sind ja eher nicht so schön anzusehen“, formuliert Schmidt es vorsichtig. Der Neubau, der auf der Seite zum Bootshaus hin entstehen soll, würde gleichzeitig auch Eingangsbereich, Foyer und Garderobe stellen.

Finanzierung teilweise unklar

Ein Budget gibt es dafür noch nicht. Dennoch werde schon bei dem ersten, ausfinanzierten Bauabschnitt der Eingang verlegt werden müssen. „Hoffen wir mal, dass es auch wirklich ein Provisorium bleibt“, so Schmidt. Alleine für den ersten Abschnitt werde man wohl mindestens eineinhalb Jahre brauchen.

Immerhin gab es zum ersten Mal eine zeitliche Einrahmung, wann es mit der Sanierung denn nun losgehen könnte. Wahrscheinlich ab Februar werde die Halle für den Schulsport gesperrt werden, hieß es von Oberbürgermeister Silvio Witt am Rande der Veranstaltung.

StadtLandKlassik - Konzert in Neubrandenburg

zur Homepage