Wohnungsbau am Tollensesee
Baustart verschiebt sich

Sollen die Terrassen und Balkone zum See oder zum Wald zeigen? Wegen dieses Streits verzögert sich die Bebauung am Augustabad um ein weiteres Jahr. 
Sollen die Terrassen und Balkone zum See oder zum Wald zeigen? Wegen dieses Streits verzögert sich die Bebauung am Augustabad um ein weiteres Jahr. 
A. Segeth

Die Probleme mit der Ausrichtung der Balkone und Terrassen sind noch nicht behoben. Die Stadt besteht noch darauf, dass sie zum Wald und nicht zum See zeigen. 

Seit dem Winter hat sich am Fontanehof noch kein Rad gedreht. Die geplante Wohnbebauung am Tollensesee hinter dem Augustabad, wo noch letztes Jahr alte Panzerhallen standen, lässt weiter auf sich warten. Eigentlich wollen die drei Investoren Owe Gluth, Bernd Herrmann und Torsten Krentz in dieser exklusiven Lage zwischen Wald und Tollensesee drei Wohnhäuser mit 21 Wohnungen errichten. Tiefgaragen, Fahrstühle, Gärten, Balkonterrassen und großzügige Wohnungsschnitte sollen für Komfort sorgen.

Doch die Probleme mit dem Bebauungsplan sind noch nicht ausgeräumt. Denn die Bauherren wollen die Terrassen und Balkone natürlich mit Blickrichtung zum See hin bauen lassen. Die Stadt pocht aber auf den Bebauungsplan. Dort sind sie nur in Richtung Wald vorgesehen.

Klagen wegen Lärmbelästigung sollen vermieden werden

Der Inhalt des Bebauungsplanes spiegele den Wunsch der  Stadtvertretung wieder, den uneingeschränkten Betrieb des Augustabades zu erhalten, erklärt Stadtsprecherin Doreen Duchow. Im Stadtparlament und im Rathaus hatte man sich jahrelang Gedanken darüber gemacht, wie der öffentliche Badebetrieb und privates Wohnen in unmittelbarer Nachbarschaft in Einklang zu bringen sind. Immerhin hatte es in anderen Städten schon Fälle gegeben, wo private Nachbarn öffentliche Einrichtungen wegen Lärmbelästigungen „weggeklagt“ haben. Das sollte in Neubrandenburg vermieden werden. Der Badebetrieb habe aber nie zur Disposition gestanden, versichern die drei Investoren. „Wir wollen doch auch, dass das Strandbad bleibt“, so Owe Gluth.

Wenn die Bauherrn an ihrem Wunsch festhalten wollen, müsse der Bebauungsplan geändert werden, deutet Doreen Duchow eine Lösung an. Das kann nur die Stadtvertretung. Dazu habe es auch schon Gespräche zwischen Rathaus und Investoren gegeben, bei denen es um einen Zeitplan, Verfahrensschritte und die Kosten ging.