Ein Großbrand in Neubrandenburg hat am 5. Mai 60 Bootsschuppen zerstört oder beschädigt. Die Stadt hat Unterst
Ein Großbrand in Neubrandenburg hat am 5. Mai 60 Bootsschuppen zerstört oder beschädigt. Die Stadt hat Unterstützung beim Wiederaufbau angekündigt. Mirko Hertrich
Bootsschuppen

▶ Beräumung von Brand-Ruinen wird für Neubrandenburg sehr teuer

Voraussichtlich einen mittleren sechsstelligen Betrag wird alleine das Bergen der Brandruinen aus dem Oberbach kosten. Unklar ist bislang, wer das bezahlen soll.
Neubrandenburg

Eine Woche nach dem verheerenden Bootsschuppen-Brand am Neubrandenburger Oberbach werden erste Details über die Aufräumarbeiten bekannt. Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) sagte, alleine die Beräumung der 60 abgebrannten oder beschädigten Bootsschuppen werde einen sechsstelligen Betrag kosten. Darauf ließen erste Angebote schließen, welche die Stadt eingeholt habe.

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Müssen die Pächter zahlen?

In diese Summe noch nicht mit einkalkuliert sei die Entsorgung des Brandschutts. Diese könnte je nach Kontaminationsgrad des Materials auch sehr teuer werden. Schwierig zu klären sei auch die Frage, wer für die Beräumung aufkomme. Die Stadt sei Eigentümer der Wasserflächen, welche sie an die Nutzer der Bootsschuppen verpachte. Die Aufbauten selbst gehörten den Nutzern.

[Video]

Durch einen Großbrand waren am Donnerstag vergangener Woche am Neubrandenburger Oberbach 54 Bootshäuser komplett niedergebrannt und weitere 6 beschädigt worden. Der Brand-Schaden wurde auf 1,2  Millionen Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei geht nach Rücksprache mit einem Brandursachenermittler von Brandstiftung als Ursache aus.

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Polizei sammelt Video-Beweise

Auf der Suche nach dem Täter hatten die Polizei am Dienstag Zeugen dazu aufgerufen, bei den Löscharbeiten am 5. Mai gemachte Videos und Bilder bereitzustellen. Sie erhoffen sich dadurch neue Ermittlungsansätze. Die Dateien werden unter der E-Mail-Adresse [email protected] oder nach persönlicher Kontaktaufnahme unter 0395 55820 entgegengenommen.

Um das Vorgehen zur Beseitigung und Bewältigung der Brandfolgen zu koordinieren, hat die Stadt derweil eine Arbeitsgruppe aus Fachleuten der Bereiche Brandschutz, Bau, Ordnung und Sicherheit sowie dem Eigenbetrieb Immobilienmanagement der Verwaltung einberufen. „Unter Hochdruck” werde die Vorgehensweise untereinander abgestimmt, hieß es am Mittwoch. Es gebe allerdings viele offenen Fragen, in den kommenden Wochen wolle man sich mit den Pächtern in Verbindung setzen.

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