„HOTEL AM RING”

Besitzer bekennt sich zum Hotelstandort Neubrandenburg

Nach dem Ende des „Hotels am Ring“ fürchten viele Neubrandenburger um den Hotelstandort. Der Besitzer möchte dort weiter ein Hotel, braucht dafür aber einen finanzstarken Betreiber.
Nach der Insolvenz des „Hotel am Ring” will der Immobilienbesitzer dort weiter Hotelbetrieb haben und plant eine u
Nach der Insolvenz des „Hotel am Ring” will der Immobilienbesitzer dort weiter Hotelbetrieb haben und plant eine umfassende Sanierung. Mirko Hertrich
Neubrandenburg.

Das „Hotel am Ring“ in der Neubrandenburger Innenstadt ist nach der Insolvenz geräumt und übergeben. „Ich habe gestern die Schlüssel von Frau Scheller bekommen“, sagte am Mittwoch Frank Kirsten, Geschäftsführer des Unternehmens Almafa Immobilien Achtundreißig GmbH, dem das Hotelgebäude in prominenter Lage am Neubrandenburger Wall gehört. „Es soll ein Hotel bleiben, das ist die Marschrichtung Nummer eins.“

Der Betreiber des „Hotel am Ring“ hatte am 24. März vorläufige Insolvenz angemeldet. Am 1. Juni ordnete das Amtsgericht Charlottenburg die Eröffnung des Insolvenzverfahrens an. Am 31. August schloss das Traditionshaus unter der langjährigen Leitung von Geschäftsführerin Elfrun Scheller endgültig seine Pforten. Betroffen waren 80 Mitarbeiter, von denen aber der Großteil eine neue Stelle fand. In dem Gebäude, in dem früher die Neubrandenburger Bezirksparteischule der SED mit Internat untergebracht war, betreibt auch die Arbeiterwohlfahrt ein betreutes Wohnen.

Hotelsanierung geplant

„Wir wollen dort gerne weiter ein Hotel und planen die Hotelsanierung“, sagt Immobilienmanager Frank Kirsten. Dafür brauche es aber jemanden, der das Hotel führe. „Wir sind Immobilienbesitzer und keine Hotelbetreiber.“ In Zeiten von Corona sei ein solcher aber nicht einfach zu finden, da viele Betreiber mit dem Überleben der eigenen Häuser zu kämpfen hätten. Zudem müsse der neue Hotelbetreiber die Zustimmung aller Beteiligter „inklusive der Banken“ haben, da er ein höheres Volumen investieren müsse.Denn notwendig sei eine Sanierung des Hauses. „Vieles entspricht nicht mehr dem heutigen Stand und ist auch nicht besonders schön“, sagt Frank Kirsten. Man sei schon in Gesprächen mit möglichen Interessenten.

Die Immobiliengesellschaft will auch eigenes Geld in das Gebäude schießen. „Zunächst gehe es mal um das Ausräumen“. Auch die Bewohner des betreuten Wohnen sollen zeitweise woanders untergebracht werden, dann aber wieder zurückkommen. „Da sind Menschen drin und die möchten wir nicht vor die Tür setzen“, sagt Frank Kirsten. Daher habe man der Awo Neubrandenburg weiter Zeit eingeräumt, ein neues Ausweichdomizil für die Senioren zu finden.

Stadt hat noch Veränderungssperre verhängt

Sobald das Gebäude, für das die Stadt eine Veränderungssperre verhängt hat, dann frei ist, sollen die Bauarbeiter anrücken. Der Immobilienmanager geht davon aus, dass das im kommenden Frühjahr der Fall sein wird. „Gerne auch früher.“ Geplant ist, das Hotelgebäude komplett einzurüsten, da es unter anderem eine Wärmedämmung und auch neue Fenster braucht. „Es ist eine echte Kernsanierung“, sagt Frank Kirsten. Er ist sich aber sicher: „Wenn das Hotel fertig ist, wird es schöner aussehen und besser funktionieren als vorher.“

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Neubrandenburg

Kommende Events in Neubrandenburg (Anzeige)

zur Homepage