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Besucher gönnen sich österlicher Vorfreude

Märkte allerorten - und jeder hat etwas Besonderes an sich. In der Kreisstadt haben sich jetzt Kunsthandwerker vor den Feiertagen mit ihren Arbeiten vorgestellt.

Osterhasen selbst bemalt - da ließen sich weder Eva aus Neubrandenburg noch die Feriengäste Marvik und Jonas aus Oldenburg lange bitten.
Susanne Schulz Osterhasen selbst bemalt - da ließen sich weder Eva aus Neubrandenburg noch die Feriengäste Marvik und Jonas aus Oldenburg lange bitten.

Hat er nicht allmählich alle Bewährungsproben hinter sich, der neue Saal im frisch sanierten Haus der Kultur und Bildung in Neubrandenburg? Nun ja, drei Wochen nach der Eröffnung gab’s noch mal eine weitere Premiere: einen zweitägigen Kunsthandwerkermarkt zum bevorstehenden Osterfest.

"Schön, dass wir es hier warm und trocken haben", freute sich Keramikerin Regina Chinow aus Saal bei Ribnitz-Damgarten. Die Größe der Ausstellungsfläche sei für Kunden optimal, und von der Atmosphäre sei sie angenehm überrascht, verriet die findige Frau, die ihre kuriosen Tierfiguren der Brenntechnik wegen auf die Genrebezeichnung "Rakuritäten" getauft hat.

Dass der Markt unter Dach und Fach stattfand, wusste auch Textilgestalterin Sabine Koch zu schätzen: Schließlich sollen ihre Arbeiten gern gleich mal angehalten und anprobiert werden - was unter freiem Himmel bei schlechtem Wetter nicht so komfortabel ist.

Der eine oder andere Stand mehr hätte es noch sein dürfen

Am Morgen kurz nach der Eröffnung war richtig was los, berichteten Aussteller; am Nachmittag indessen wurde es ruhiger. Der Vorteil für die Bummelnden: kein Gedränge; die Kehrseite: der Eindruck, dass doch noch genug Platz gewesen wäre für den einen oder anderen Stand mehr.

An der kunsthandwerklichen Mischung jedenfalls freuten sich die Besucher: Von den Gestecken aus Naturmaterial, wie sie die ehemalige Lehrerin Heidi Klemp fertigt, über Mitbringsel aus Wolle, Glas, Seife bis hin zu den aus Peddigrohr geflochteten Körben des 88-jährigen Neubrandenburgers Wilhelm Strunk reichte das Spektrum, das natürlich viel Österliches enthielt - wie etwa die in sorbischer Traditionstechnik bemalten Eier von Heidi Feucht, die stilvoll in sorbischer Tracht Auskunft gab.