Auf Druck einer falschen Kripobeamtin übergab eine 58-Jährige 18 000 Euro an Betrüger.
Auf Druck einer falschen Kripobeamtin übergab eine 58-Jährige 18 000 Euro an Betrüger. Martin Gerten
Trickbetrug

Betrüger ergaunern 18 000 Euro bei Neubrandenburgerin

Eine 58-Jährige hat viel Geld an Betrüger verloren. Ihre Tochter müsse sonst ins Gefängnis, drohte eine angebliche Kripo-Beamtin. Ein weiterer Fall einer perfiden Masche.
Neubrandenburg

Eine 58-jährige Neubrandenburgerin ist von Trickbetrügern um 18 000 Euro erleichtert worden. Wie das Polizeipräsidium mitteilte, meldete sich bei dem Opfer am Dienstag eine angebliche Kripobeamtin „Braun“ in aktzentfreien Deutsch. Die Tochter der Neubrandenburgerin soll in einen tödlichen Unfall verwickelt gewesen sein und müsse ins Gefängnis, wenn keine Kaution hinterlegt werde.

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Dann sei das Telefon an die vermeintliche Tochter übergeben worden, die weinend um Hilfe bat. „Es ist eine besonders perfide Masche, vor der niemand gefeit ist“, sagte Polizeisprecherin Nicole Buchfink. Die Ziele der „hochprofessionellen“ Betrüger seien keineswegs nur Senioren, wie dieser neue Vorfall zeige. Insgesamt eine Stunde sei das Telefonat gehalten worden, die falsche Kripo-Beamtin gab vor mit der Staatsanwaltschaft Rücksprache zu halten. So wurde sich auf die Summe von 18 000 Euro und einen Abholtermin auf geeinigt.

Erst daheim flog der Schwindel auf

Um 14 Uhr tauchte wie vereinbart eine Geldabholerin in der Neustrelitzer Straße auf. Diese Frau wird beschrieben als um die 40, etwa 1,65 Meter groß und schlank. Sie hatte schulterlanges schwarzes Haar, war komplett in schwarz gekleidet und habe leicht asiatisch ausgesehen, meldete die Polizei. Bei der Übergabe überreichte die Geldabholerin der Neubrandenburgerin ein Mobiltelefon, über das die Kripobeamtin Druck ausübte. Dann wurden die 18 000 Euro übergeben.

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Das Opfer wunderte sich in der Folge, dass die Abholerin zu Fuß in Richtung des Rewe-Marktes ging, bat sie stehen zu bleiben und nahm dann die Verfolgung auf. Die Abholerin reagierte nicht und ging weiter in Richtung Autohaus. Die 58-Jährige brach die Verfolgung ab. Wieder zu Hause rief sie die echte Tochter an und der Schwindel flog auf. Die Polizei fand die Abholerin nicht mehr und hoffen jetzt auf Zeugen, die etwas zu der Geldabholerin sagen können. Hinweise nimmt das Polizeirevier Neubrandenburg unter 0395 55822224 entgegen.

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