NACH SCHRECKSCHUSS-ATTACKE

Betrunkener Dachfenster-Schütze aus Altentreptow muss zahlen

Sein Schuss mit einer Pyro-Pistole verfehlte eine Schwangere um wenige Zentimeter. Der 25-jährige Mann aus Altentreptow ist vom Neubrandenburger Amtsgericht dafür zu einer Geldstrafe verurteilt worden.
Dennis Bacher Dennis Bacher
Der angeklagte 25-Jährige aus Altentreptow (links) mit seinem Pflichtverteidiger Stefan Tabbert.
Der angeklagte 25-Jährige aus Altentreptow (links) mit seinem Pflichtverteidiger Stefan Tabbert. Dennis Bacher
Neubrandenburg.

Ein 25-jähriger Mann aus Altentreptow, der vor dem Neubrandenburger Amtsgericht wegen des Versuches der körperlichen Misshandlung und des Verstoßes gegen das Waffengesetz angeklagt gewesen war, muss nun 300 Euro Schmerzensgeld an die betroffenen Personen bezahlen. Das milde Urteil des Gerichts kam aufgrund der starken Alkoholisierung des Täters zustande, da dieser mit einem Atemalkoholwert von 2,67 Promille zur Tat nicht zurechnungsfähig gewesen sei.

Angeklagt war der Mann, weil er im Februar mit einem Schreckschussrevolver sogenannte Pyro-Knallpatronen aus seinem Dachfenster in der Feldstraße in Altentreptow geschossen haben soll. Einer seiner Schüsse, so die Anklage, hat dabei eine Menschengruppe auf der gegenüberliegenden Straßenseite lediglich um 50 bis 70 Zentimeter verfehlt. Unter den Betroffenen befand sich auch eine schwangere Frau.

Um eine Schreckschusspistole dieser Art zu nutzen, ist laut der Staatsanwaltschaft ein sogenannter kleiner Waffenschein nötig. Weil der 25-Jährige kurz nach seiner Tat von der Polizei allerdings stark alkoholisiert aufgefunden worden war, belegte die Kammer den Mann lediglich mit einer Geldstrafe – die Betroffenen erhalten jeweils 100 Euro. Im Vorfeld stand auch eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren im Raum.

Der Angeklagte zeigte sich im Gerichtssaal reumütig und entschuldigte sich im Anschluss an das Verfahren persönlich bei den betroffenen Personen. Der jungen Frau sprach er „alles Gute für ihr Kind” aus. Starker Alkoholkonsum sei bei ihm schon länger ein Problem gewesen. Seit April, so versicherte er dem Gericht, lebe er nun aber schon vom Alkohol abstinent.

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