POLIZISTEN IN NEUBRANDENBURG BEDROHT

Betrunkener fuchtelt mit Samurai-Schwert herum

Ein betrunkener Neubrandenburger hat am Montagabend einen Polizeieinsatz ausgelöst. Er wollte mit einem Samurai-Schwert auf die Straße zu laufen. Auch die Polizisten wurden bedroht.
Mit einem Samurai-Schwert bedrohte ein betrunkener Mann die Polizisten. (Symbolbild)
Mit einem Samurai-Schwert bedrohte ein betrunkener Mann die Polizisten. (Symbolbild) Uli Deck
Neubrandenburg.

Mit seinem Samurai-Schwert dürfte ein betrunkener Deutscher in Neubrandenburg für einen nervenaufreibenden Polizeieinsatz gesorgt haben. Wie die Polizeiinspektion Neubrandenburg mitteilt, hat sich am späten Montagabend eine 41-Jährige telefonisch bei den Beamten gemeldet. Ihr alkoholisierter Bruder wollen mit einem Samurai-Schwert auf die Straße und Unsinn anstellen, soll sie dabei laut Polizei gesagt haben. Nähere Angaben habe die Hinweisgeberin aber nicht machen können.

Umgehend sei die Polizei daraufhin mit drei Streifenwagen in die Rühlower Straße gefahren. Kaum angekommen konnten sie auf einem Balkon des Mehrfamilienhauses bereits den 39-Jährigen erkennen und kamen mit ihm auch ins Gespräch. Nach einer Weile ließ er sie ins Mehrfamilienhaus hinein, so die Polizei. Doch an der Wohnungstür empfing der Beschuldigte die Beamten dann mit dem Samurai-Schwert, einem sogenannten Katana. Als ausgebildeter Kampfsportler könne er ihnen etwas antun, soll der Mann gedroht haben.

Doch die Polizisten hätten beruhigend auf ihn eingewirkt, bis er das Schwert zur Seite stellte. „In einem günstigen Moment wurde der Beschuldigte überwältigt und in Gewahrsam genommen”, teilt die Polizei mit. Ein Atemalkoholtest habe einen Wert von 2,28 Promille ergeben. Der Deutsche wurde ins Klinikum gebracht und dort auch zunächst gelassen, da er drohte, sich selbst etwas anzutun. „Er hat sich auf jeden Fall in einer psychischen Ausnahmesituation befunden”, sagt Polizeisprecherin Kathrin Jähner auf Nordkurier-Nachfrage.

Gegen den Mann wurden die Ermittlungen wegen Bedrohung und Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten aufgenommen. In der Wohnung fanden die Beamten zwei weitere Samurai-Schwerter und ein Cuttermesser sichergestellt.

„Grundsätzlich gelten diese Schwerter als Deko-Waffen, das heißt das Erwerben und Besitzen ist ab einem Alter von 18 Jahren erlaubt”, erläutert Polizeisprecherin Jähner. Ein Waffenschein brauche es nicht. Sofern die Schwerter in der Öffentlichkeit mit sich geführt werden, sei es bereits eine Ordnungswidrigkeit. Wer die Schwerter gar mit auf öffentliche Veranstaltungen mitbringt mache sich nach dem Waffengesetz strafbar.

 

 

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Kommentare (2)

psychische Ausnahmesituation - wie verharmlosend. Mit voller Absicht hat der sich die Birne zugekippt. Sufftaten sollten wesentlich härter bestraft werden.

dass Sie als Facharzt für Psychiatrie direkt vor Ort waren und direkt eine Diagnose stellen konnten!