TIERSCHUTZ

Biber terrorisiert Altentreptows Kleingärtner

Er frisst alles, zerstört dabei die Gehölze, terrorisiert die Kleingärtner. Die wollen den Biber jetzt vertreiben. Doch das Umweltamt macht ihnen wenig Hoffnung.
Der Eigentümer dieses Gartens hat seinen Obstbaum nicht rechtzeitig mit einem Drahtgeflecht geschützt. Den Biber hat
Der Eigentümer dieses Gartens hat seinen Obstbaum nicht rechtzeitig mit einem Drahtgeflecht geschützt. Den Biber hat's gefallen. Christina Weinreich
Altentreptow.

Die Kleingärtner der Sparte „An der Mühle” in Altentreptow haben die Faxen dicke. Seit Monaten treibt sich ein Biber auf ihren Parzellen rum und richtet immensen Schaden an. Fast alle 25 Kleingartenbesitzer haben Schäden an ihren Gehölzen gemeldet, die meisten haben inzwischen die Bäume mit einem schützenden Drahtgeflecht ummantelt.

Biber frisst fast alles, was der Garten bietet

Doch das hält den Biber nicht davon ab, seine Fresslust zu zügeln. „Jetzt sind die Erdbeeren dran, Porree schmeckt ihm, die Knospen von Sträuchern ebenso. Lediglich Sellerie mag er nicht”, haben Kleingärtner beobachtet und sind nicht erfreut darüber, dass der Biber sie um die Früchte ihres Fleißes bringen will.

Mit Jahresbeginn ist nun eine neue Biberverordnung im Land in Kraft getreten. Die Kleingärtner hofften, sich mit den neuen Regelungen den Dieb vom Hals halten zu können. Da irren sie gewaltig, wie das Umweltamt des Landkreises mitteilt. Mitarbeiter des Amt waren in Altentreptow vor Ort, um die Situation der Biber zu prüfen.

Kleingärtner können nicht auf Biber-Verordnung hoffen

Die neue Biberverordnung des Landes Mecklenburg-Vorpommern legt fest, wann konkrete Maßnahmen gegen den Biber eingeleitet werden können. So ist ein Eingreifen beispielsweise bei Stau- und Hochwasserschutzanlagen, bei Dämmen von Kläranlagen oder Regenrückhaltebecken möglich. Also nur dann, wenn Deichbrüche oder Überschwemmungen drohen, oder der öffentliche Verkehr maßgeblich behindert wird, um nur einige Beispiele zu nennen, heißt es in der Presseerklärung des Landkreises.

„Die kleingärtnerische Nutzung ist jedoch kein Aspekt, der die Entnahme von Bibern mit einer Ausnahmegenehmigung rechtfertigen würde. Abgesehen davon, dürften die Maßnahmen zur Entfernung eines Bibers ausschließlich von berechtigten Personen vorgenommen werden”, teilt die Pressestelle weiter mit. Diese Nachricht sei für die betroffenen Kleingärtner sicher bitter, die Entscheidungsgrundlage seien jedoch Gesetze und Verordnungen.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Altentreptow

Kommende Events in Altentreptow (Anzeige)

zur Homepage

Kommentare (1)

... oder eben der Biber. Dieses Tier bietet neben hervorragender Fleischqualität diverse Mineral- und Spurenelemente. Wann dürfen diese leckeren Braten also endlich wieder bejagt und gegessen werden?