Die druckfrischen Exemplare sind ab sofort für 17,20 Euro pro Stück erhältlich. Foto: Tobias Holtz
Die druckfrischen Exemplare sind ab sofort für 17,20 Euro pro Stück erhältlich. Foto: Tobias Holtz
Solche historischen Fotos von Altentreptow, wie sie Detlef Klage in diesem Fotoalbum zeigt, sind auch in der Neuauflage des Bi
Solche historischen Fotos von Altentreptow, wie sie Detlef Klage in diesem Fotoalbum zeigt, sind auch in der Neuauflage des Bildbandes zu finden. Kai Horstmann
Das Kapitel zum Großen Stein wurde um die Hebung ergänzt.
Das Kapitel zum Großen Stein wurde um die Hebung ergänzt. Tobias Holtz
Historisches Buch

Bildband zur Treptower Geschichte mit Neuauflage

Mit „Treptow. a. d. Tollense“ hatte die Autorin Ruth Flemming-Manleitner ihrer zweiten Heimat ein besonderes Geschenk gewidmet. Jetzt wurde diese Rarität neu aufgelegt.
Altentreptow

Sommer 1943: In Stettin, der damaligen Regierungsstadt von Pommern, sind die Auswirkungen des grausamen Krieges immer deutlicher zu spüren. Viele Einrichtungen werden evakuiert und nach Altentreptow umgesiedelt, darunter auch die komplette Otto-Schule – Schüler und Lehrer müssen gemeinsam mit ihren Familien die vertraute Heimat verlassen.

Ruth Flemming-Manleitner war gerade mal zehn Jahre alt, als sie in dem kleinen Ackerbaustädtchen an der Tollense ankam. Dass die gebürtige Stettinerin hier ihre komplette Kindheit und Jugend verbringen würde, war ihr in den Wirren des Krieges vermutlich nicht bewusst. Obwohl es sie danach erst zum Studium nach Greifswald und Ende der 1960er Jahre beruflich nach Leipzig zog, ist sie ihrer zweiten Heimat in Vorpommern immer verbunden geblieben, hat sogar darüber geschrieben. In ihrem Erstlingswerk „Auf der Tollense fuhren keine Oderkähne“ schwelgt die Autorin vordergründig in eigenen Erinnerungen über das neue Leben in der Fremde.

Bildband mittlerweile vergriffen

Das zweite Buch „Treptow a. d. Tollense“ nimmt den Leser hingegen mit auf eine bebilderte Zeitreise durch die Geschichte von Altentreptow. Zahlreiche historische Fotos, Postkarten, Briefe, Zeitungsberichte und persönliche Anekdoten von Einheimischen geben auf 140 Seiten einen vielfältigen Einblick in die Besonderheiten der Stadt und das Leben früherer Generationen – inklusive bekannter Persönlichkeiten, die hier lebten und wirkten.

Ein vergleichbares Sammelsurium von Zeitdokumenten über Altentreptow gibt es derzeit nicht. Kein Wunder also, dass der Bildband mittlerweile vergriffen ist. Wenn bei Auktionshäusern oder Antiquitätenhändlern im Internet dann doch mal ein Exemplar angeboten wird, rufen die Verkäufer dafür astronomische Preise auf, die mitunter im mittleren dreistelligen Bereich liegen.

Neuauflage in Auftrag gegeben

Der Initiative des Treptower Kultur- und Heimatvereins ist es zu verdanken, dass sich ab sofort wieder jeder einen druckfrischen Bildband nach Hause holen kann. In Zusammenarbeit mit der Autorin und der Stadt wurde beim art.media Verlag nämlich eine Neuauflage mit insgesamt 500 Büchern in Auftrag gegeben. Der Inhalt entspricht im Wesentlichen der Erstauflage von 2005. „Allerdings haben wir das Kapitel zum Großen Stein um die Hebung ergänzt und ein aktuelles Foto des Findlings hinzugefügt“, erklärt der Vereinsvorsitzende Detlef Klage.

Die Autorin hat gemeinsam mit ihrer Schwester und der Unterstützung einiger Treptower in aufwendiger Recherchearbeit versucht, möglichst viele verschiedene Facetten der Tollensestadt abzubilden. „Ich bin keine Historikerin und einen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt dieses Buch auch nicht, dafür ist das vorhandene Material viel zu umfangreich. Aber beim Lesen können wir lächelnd einen Blick in Treptows Vergangenheit tun“, verdeutlicht Flemming-Manleitner im Vorwort ihre Intention, die sie beim Zusammenstellen der Chronik hatte.

„Treptow a. d. Tollense“ ist ab sofort für 17,20 Euro beim Heimatverein, im Bürgerbüro der Stadt, in der Stadtbibliothek, beim Geschenkeladen Flemming und im Tintenfass von Grit Näcker erhältlich.

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