MESSERANGRIFF IN NEUBRANDENBURG

Bistrobetreiber wehren sich gegen üble Vorwürfe

Eigentlich wollten die Betreiber eines Bistros nur einem Verletzten helfen, der mit einem Messer angegriffen wurde. Doch dann standen sie plötzlich selbst am Pranger.
Burak Emirzeoglu, Inhaber des "Bistro an der Hürde", und sein Team hatten nach einer Messerattacke am Reitbahnsee das Opfer versorgt. Er wehrt sich nun gegen Vorwürfe, selbst etwas mit der Tat zu tun zu haben.
Burak Emirzeoglu, Inhaber des „Bistro an der Hürde”, und sein Team hatten nach einer Messerattacke am Reitbahnsee das Opfer versorgt. Er wehrt sich nun gegen Vorwürfe, selbst etwas mit der Tat zu tun zu haben. Simon Voigt/Felix Gadewolz
Neubrandenburg ·

Nach einer Messerattacke am Neubrandenburger Reitbahnsee wurden ausgerechnet die Leute beschuldigt, die dem Opfer als erste geholfen hatten. Am Abend des 17. August griffen zwei Männer einen 29-Jährigen aus Polen an. Sie verpassten ihm eine tiefe Schnittwunde an der linken Hüfte. Offenbar ohne ersichtlichen Grund, wie der Verletzte später der Polizei schilderte.

Die Täter flüchteten in Richtung „Bistro an der Hürde“ und der Pole lief zunächst hinterher, bis er sie aus den Augen verlor. Burak Emirzeoglu, Inhaber des Bistros, und seine Kollegen kümmerten sich sofort um den stark blutenden Verletzten. Weil sie nichts besseres fanden, hatten sie die tiefe Wunde zunächst mit T-Shirts abgebunden, schilderte Emirzeoglu nun dem Nordkurier.

Schnell waren Krankenwagen und Polizei vor Ort. Der Verletzte kam ins Krankenhaus. Auch die Angreifer hatte Emirzeoglu noch gesehen, bis sie zwischen den Wohnblöcken verschwanden. „Man sieht sofort, wenn jemand nicht einfach nur rennt, sondern auf der Flucht ist.“ Viel los vorm Bistro, Einsatzwagen mit Blaulicht vor der Tür – das sahen viele Anwohner. Auch der Nordkurier berichtete und zeigte ein Foto.

Polizei bei Tätersuche zuversichtlich

Weil die Täter flüchtig sind, die Polizei sucht sie bis heute, machten schnell Gerüchte die Runde, dass auch die Leute vom „Bistro an der Hürde“ etwas damit zu tun haben könnten. Die schlichte Argumentation, die auch in Facebook-Kommentaren geschrieben wurde, läuft ungefähr so: Die Betreiber kommen aus der Türkei, die Täter waren laut Beschreibung von Zeugen ebenfalls Ausländer – also stecken alle unter einer Decke. So einfach, so falsch.

„95 von 100 unserer Gäste haben uns darauf angesprochen“, sagt Emirzeoglu, der alles abstreitet. „Wir haben nur Gutes getan, und jetzt werden wir trotzdem schlecht angesehen.“ Einigen wütenden Kommentatoren bei Facebook antwortete er selbst und überraschenderweise zeigten sie sich schnell einsichtig. „Das hat nix mit dem Bistro an der Hürde zu tun“, schreibt Emirzeoglu in großen Buchstaben. Andere Kommentarschreiber unterstützen ihn, einer schreibt: „Alles richtig gemacht Burak.“

Abgesehen von Herrn Emirzeoglu hat die Polizei nach der Tat noch zwei weitere Zeugen vernommen. „Wir haben gute Täterbeschreibungen bekommen und sind zuversichtlich, die Täter bald zu finden“, sagte eine Sprecherin des Neubrandenburger Polizeipräsidiums am Freitag. Der verletzte Pole wurde inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen.

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Kommentare (2)

Wenn das Land dir ankotzt warum kommst du hier her kannst ja abhauen in der Heimat

Das schreibt ein Deutscher, sicher ein Hilfsschüler oder Legastheniker!

Junge, es heißt: "Wenn das Land Dich ankotzt, warum kommst Du dann her, kannst ja abhauen in die Heimat!"
Ausländer beherrschen Deine Muttersprache besser als Du!

Erzähle keinem, dass Du Neubrandenburger bist, Deine Orthografie und Grammatik sind Niveau Unterstufe bzw. Sonderschule der DDR!

Außerdem kann der Schreiber durchaus von hier sein, ihn kotzen nur solche ungebildeten Dummköpfe wie Dich Feuerfuchs an!
Genau Deine Klientel ist gemeint!

Dass Du die kinderleichte "dass-das-Regel" nicht drauf hast, das setze ich voraus!