TEMPOSÜNDER

Blitzer-Anhänger hat viele Neubrandenburger schon kalt erwischt

Im Kampf gegen Raser testet Neubrandenburg einen Blitzer-Anhänger. Der Einsatz an Unfallschwerpunkten zahlt sich aus – wie erste Zahlen belegen.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
Zu Wochenbeginn stand der Blitzeranhänger stadtauswärts an der B104 in Richtung Weitin. Gerade nachts soll er Autofahrer dazu bringen, sich überall in Neubrandenburg ans Tempolimit zu halten.
Zu Wochenbeginn stand der Blitzeranhänger stadtauswärts an der B104 in Richtung Weitin. Gerade nachts soll er Autofahrer dazu bringen, sich überall in Neubrandenburg ans Tempolimit zu halten. Mirko Hertrich
Neubrandenburg.

Um die Einhaltung von Tempolimits besser durchzusetzen, testet die Stadt Neubrandenburg seit Donnerstag einen Blitzer-Anhänger. Bis Montagmorgen seien bereits über 200 Verstöße registriert worden, sagte Jörg Schmiedel, städtischer Abteilungsleiter Ordnung, Verkehr und Gewerbe, dem Nordkurier.

Während des Tests soll der gemietete Blitzer-Anhänger an Unfallschwerpunkten überall im Stadtgebiet aufgestellt werden, oder an Orten, wo es regelmäßig Beschwerden über Lärm gibt, wie die Stadt ankündigte. Der Trailer biete die Möglichkeit, rund um die Uhr die Geschwindigkeit von Verkehrsteilnehmern zu überprüfen, also auch nachts, unterstrich Schmiedel. Nach der einmonatigen Testphase soll der Einsatz ausgewertet werden. Der Landkreis Mecklenburgische Seenpatte mietet bereits immer wieder Blitzer-Anhänger.

Eine Million Euro für den Haushalt

Sowohl in der Stadt als auch landesweit ist überhöhte Geschwindigkeit Unfallursache Nummer eins. Im vergangenen Jahr erfassten Polizei und Ordnungsamt in Neubrandenburg über 16.000 Geschwindigkeitsverstöße. Im aktuellen Haushalt rechnet Neubrandenburg mit Einnahmen aus Bußgeldern in Höhe von eine Million Euro. Der Betrag umfasst alle Bußgelder, nicht nur die für Geschwindigkeitsüberschreitungen.

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Kommentare (4)

Vllt. wäre der Nordkurier so nett die Unfallschwerpunkte auch zahlenmäßig zu hinterlegen und nicht nur das Alibi-Geschwätz des Ordnungsamtes nachzuplappern.
Wenn ich mir den Standort des Geldbeschaffers dort oben anschaue, kann ich dort keinen Unfallschwerpunkt ausmachen.
Die letzten beiden Sätze lassen tief blicken und sind wohl eher der Hintergrund dieser Maßnahmen.

Das ist doch mehr als fraglich. Schuld hat ja wohl der Fahrer des Fahrzeugs und nicht das Ordnungsamt. Der Fahrer hält sich nicht an die Regeln. Und wer Regeln bricht sollte es auch hin und wieder spüren. Noch sind die Sätze ja ehr lächerlich die man in Deutschland verlangt. Hier sollte man sich ein Beispiel an Österreich nehmen. Und wer nicht zu schnell ist wird auch nicht zur Kasse gebeten. Jeder kann es selbst beeinflussen.

Lärmschutz muss sein ! Aber bitte nicht zu Lasten der Verkehrsteilnehmer in Form von Beeinträchtigungen. Zuerst waren die Straßen da! Dann kamen die Neureichen und wollten sich in der ersten Reihe verkehrsgünstig niederlassen. Aber zu einem Preis den nun alle Verkehrsteilnehmer zu zahlen haben dann. Die Beispiele Weitiner Straße und Neuendorf und demnächst sicher auch Richtung Neustrelitz. Wer gut wohnen will muss auch damit rechnen, das der Verkehrslärm zu ihm vordringt. Die Stadt macht es sich sehr sehr einfach!!!! Anstelle die Gehälter der Beamten dort zu erhöhen sollten Lärmschzutzeinrichtungen für die wohlhabenden Neubaubesitzer gebaut werden.

... sind ästhetisch schöne, klobige Lärmschutzwände hochgezogen. Wer dort wohnen wird, wird bei Auswahlkriterien "schöner wohnen" wohl noch dazulernen müssen.