WENIGER BLUTSPENDER IN ALTENTREPTOW

Blutspender können bald wieder kostenlos parken

Weil am Klinikum am Klosterberg gebaut wird, musste die Leitung die Parkplatzsituation überdenken – nicht zum Vorteil der Blutspender, wie sich schnell herausstellte. Deren Zahl ging beim Termin Anfang April deutlich zurück.
Christina Weinreich Christina Weinreich
Direkt an der Klinik am Klosterberg wird gebaggert. Hier entsteht eine neue Sterilgutversorgung.
Direkt an der Klinik am Klosterberg wird gebaggert. Hier entsteht eine neue Sterilgutversorgung. Fotos: Christina Weinreich
Blutspender, die mit dem Pkw zum „Zapfen“ ins Klinikum kommen, dürfen ab dem nächsten Termin am 9. Mai wieder kostenlos auf den Parkflächen parken.
Blutspender, die mit dem Pkw zum „Zapfen” ins Klinikum kommen, dürfen ab dem nächsten Termin am 9. Mai wieder kostenlos auf den Parkflächen parken.
Direkt an der Klinik am Klosterberg wird gebaggert. Hier entsteht eine neue Sterilgutversorgung. Fotos: Christina Weinreich
Direkt an der Klinik am Klosterberg wird gebaggert. Hier entsteht eine neue Sterilgutversorgung. Fotos: Christina Weinreich
Blutspender, die mit dem Pkw zum „Zapfen” ins Klinikum kommen, dürfen ab dem nächsten Termin am 9. Mai wieder kostenlos auf den Parkflächen parken.
Blutspender, die mit dem Pkw zum „Zapfen” ins Klinikum kommen, dürfen ab dem nächsten Termin am 9. Mai wieder kostenlos auf den Parkflächen parken.
Altentreptow.

Die Zahl der Blutspender in Altentreptow ist im April stark zurückgegangen. „Wo sich sonst am Blutspendetag oft eine Menschenschlange auf dem Flur im Erdgeschoss des Klinikums ansammelt, war es dieses Mal erstaunlich leer“, schreibt Nordkurier-Leserin Elke Röder. Die Siedenbollentinerin gehört zu den Spendern, die schon seit Jahren mit ihrem Blut helfen, Menschenleben zu retten. „Während des Imbisses erfuhr ich den Grund der Leere: Es gibt am Klinikum keine kostenlosen Parkplätze mehr.“ Der eine Klinikumparkplatz kann nur über ein Schranke erreicht werden, der andere in Richtung Stralsunder Straße weist ausschließlich personengebundene Parkplätze aus. Dieser Fakt, so empfindet es die Frau, trage nun nicht gerade dazu bei, Spender bei der „Stange“ zu halten und gar neue zu gewinnen. Viele reisen aus den umliegenden Orten mit dem eigenen Pkw an, um den lebenswichtigen roten Saft zu geben. Sie würden somit nicht nur freie Zeit investieren, sondern auch noch Kosten für die Anfahrt in Kauf nehmen. Elke Röder selbst fährt zu den Spendeterminen mit dem Bus und muss für eine Tour 3,20 Euro bezahlen. Und nun würden den ehrenamtlichen Lebensrettern auch noch Parkgebühren abverlangt. Das sei alles andere als gerecht und eher schlecht durchdacht, wo das DRK immer wieder betont, wie dringend Blutkonserven benötigt würden. Das DRK organisiert bundesweit die Blutspende.

Das soll beim nächsten Termin am 9. Mai im Klinikum wieder anders sein, heißt es auf Nordkurier-Nachfrage aus dem Dietrich Bonhoeffer Klinikum. „Personen, die an der Blutspende teilnehmen, erhalten künftig ein kostenloses Ausfahrticket“, teilt die Pressestelle mit. Damit dürfte das Problem dann aus der Welt sein. Da am Klinikum seit Kurzem gebaut wird – direkt am Haus entsteht eine neue Sterilgutversorgung –, musste die Parkplatzsituation neu durchdacht werden. Dieses Bauvorhaben auf dem Krankenhausgelände wird vom Land unterstützt und auch die Stadt Altentreptow sitzt mit im Boot. Sie hat, so heißt es in der Pressemitteilung weiter, dem Klinikum Ausweichflächen zum Parken vermietet. So könnten auch weiterhin Patienten, Besucher und Mitarbeiter den Standort gut erreichen und der Krankenhausbetrieb auch während der Baumaßnahmen ungestört weiterlaufen.

StadtLandKlassik - Konzert in Altentreptow

zur Homepage