Polizei

Brand in Bonhoeffer-Klink – Patient besorgte sich Feuer

Nach dem Brand in der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychotherapie, bei dem ein Patient Feuer gelegt haben soll, stellt sich die Frage: Wie konnte das passieren?
Die Feuerwehr musste einen Brand in der Psychiatrie löschen.
Die Feuerwehr musste einen Brand in der Psychiatrie löschen. Felix Gadewolz
Neubrandenburg

Im Zuge der Ermittlungen rund um die Brandstiftung am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg am vergangenen Sonntag hat die Polizei nun mit der Zeugenvernehmung begonnen. Darüber hat Polizeisprecherin Susann Ossenschmidt auf Nordkurier-Nachfrage informiert. Da es sich um zahlreiche Zeugen handele, würde dies auch einige Zeit in Anspruch nehmen, sagte sie. Der Tatverdächtige selbst sei weiterhin noch nicht vernehmungsfähig.

Stiller Alarm ausgelöst

Am Sonntag waren Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst in der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik gerufen worden. Dort war ein Feuer ausgebrochen. Laut Polizei wird nun ein 44-Jähriger Patient verdächtigt, in einem Gemeinschaftsbad einen Papiertuchspender angezündet zu haben. Dabei habe sich auch die Deckenverkleidung entzündet, zwei Schwestern seien wegen einer Rauchgasvergiftung behandelt worden. Die 21 evakuierten Patienten waren indes auf einer Station im Haus C untergebracht worden, hieß es vom Klinikum.

In den ersten Tagen nach dem Vorfall kann das Klinikum nun erste Erkenntnisse vorlegen, wie eine Nachfrage ergeben hat. So hätten „die Rauchmelder und die gesamte Brandmeldeanlage einwandfrei funktioniert”, sagte Klinikumssprecherin Anke Brauns. Die Rauchmelder hätten einen stillen Alarm ausgelöst, durch den sofort – um 5.56 Uhr – die Feuerwehr alarmiert worden sei. Parallel sei ein akustisches und optisches Signal an den Stationsarbeitsplatz gesendet, „sodass auch das Personal auf der Station sofort alarmiert war”, sagte sie.

Wann die Station wieder in Betrieb geht, ist unklar

Darüber hinaus habe der Patient kein eigenes Feuerzeug gehabt. „Aus uns unbekannten Gründen ist es ihm offensichtlich gelungen, sich ein Feuerzeug zu beschaffen”, sagte Anke Brauns. Das Gesamtausmaß des Schadens sei auch noch nicht ermittelt.

Ziel sei es, einen Teil der Station, der weiter entfernt vom Brandherd liegt, so schnell wie möglich wieder nutzbar zu machen. „Durch die starke Rußbildung ist jedoch die gesamte Station in Mitleidenschaft gezogen”, sagte die Sprecherin. Wie lange die Reinigungs- und Reparaturarbeiten in dem unmittelbar betroffenen Bereich dauern würden, sei noch ungewiss. Das hänge unter anderem auch von der Verfügbarkeit spezialisierter Firmen ab.

 

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