GEWITTER IN DER SEENPLATTE

▶ Brand, umgestürzte Bäume und Überflutungen nahe Neubrandenburg

Der Starkregen hielt die Einsatzkräfte ordentlich auf Trab. In Pleetz bei Friedland schlug ein Blitz in ein Wohnhaus ein, auch in Neubrandenburg musste die Feuerwehr mehrfach ausrücken.
Gerade im Norden Neubrandenburgs stürzten mehrere Bäume um, teilweise auf parkende Fahrzeuge.
Gerade im Norden Neubrandenburgs stürzten mehrere Bäume um, teilweise auf parkende Fahrzeuge. Felix Gadewolz
Haus und Bewohner sind beim Blitzeinschlag glimpflich davon gekommen.
Haus und Bewohner sind beim Blitzeinschlag glimpflich davon gekommen. Felix Gadewolz
Im Gebäude des Bildungsinstitutes für Umweltschutz und Wasserwirtschaft lief der Keller ordentlich voll. Foto: Felix
Im Gebäude des Bildungsinstitutes für Umweltschutz und Wasserwirtschaft lief der Keller ordentlich voll. Foto: Felix Gadewolz Felix Gadewolz
Neubrandenburg ·

In aller Eile zog das Gewitter am Mittwoch über die Neubrandenburger Region. Doch das genügte, um einigen Schaden anzurichten. So brannte es in Pleetz (Gemeinde Datzetal) bei Friedland ein Dachstuhl, nachdem dort wohl ein Blitz eingeschlagen war. „Wir waren auf dem Weg zu einem überfluteten Keller nach Salow und sind dann kurzerhand abgebogen“, berichtet Einsatzleiter Stephan Drews von der Freiwilligen Feuerwehr Friedland.

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Wegen des Blitzeinschlags seien im Haus alle Steckdosen rausgeflogen. 37 Kameraden von den sechs Wehren Eichhorst/Jatzke, Brohm, Sadelkow, Salow, Genzkow und Friedland eilten zur Hilfe. Bereits vorher hatten die Eigentümer und ein benachbarter Agrarbetrieb dank Teleskoplader und Gartenschlauch den Flammen ersten Einhalt geboten, sagte Drews.

Auto auf der A20 verunglückt

Nach Angaben der Polizei hatten sich im Haus beim Blitzeinschlag vier Personen befunden. Sie alle sollen sich eigenständig gerettet haben können. Das Einfamilienhaus sei weiter bewohnbar, heißt es von der Polizei. Der Schaden werde auf etwa 50 000  Euro geschätzt.

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Bevor das Gewitter am Mittag über der Friedländer Region ankam, hatte es bereits in Neubrandenburg ordentlich gewütet. Mehrere Bäume stürzten um, in der Eschengrunder Straße fiel ein Baum auf das Fahrzeug eines Sicherheitsdienstes, auch in der Demminer Straße haben wohl einige dem kräftigen Wind nachgegeben. Die Polizei Neubrandenburg wusste von einem entwurzelten Baum – ausgerechnet – in der Straße Trockener Weg auf dem Datzeberg zu berichten. Menschen wurden nach Angaben der Behörden nicht verletzt. Überall waren die Frauen und Männer der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Wehren Neubrandenburgs im Einsatz.

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Auf der Autobahn 20 in Höhe von Altentreptow sei es zudem zu einem Unfall gekommen“, sagte die Polizeisprecherin weiter. Hier geriet ein PKW-Fahrer wegen unangepasster Geschwindigkeit in Schleudern. Dabei habe sei er mit einem anderen Auto vorbeigestoßen, auch dieser Unfall endete jedoch glimpflich. Beide blieben unverletzt und „retteten“ sich und die Fahrzeuge auf den Seitenstreifen.

Institut für Wasserwirtschaft ist vollgelaufen

Der Starkregen sorgte in Neubrandenburg außerdem zu einigen kurzen Überflutungen. Eine Innenspur des Friedrich-Engels-Rings kurz vor dem Abzweig zur Rostocker Straße war derart überflutet, dass die Autos kaum noch durchkamen.

In der Hochstraße mussten die Rettungskräfte ebenfalls ran. Hier war ironischerweise der Keller des Bildungsinstitutes für Umweltschutz und Wasserwirtschaft vollgelaufen. Rund 10 Zentimeter war das Wasser, nachdem die Wassermassen in das Gebäude eindrangen. Die insgesamt 14 Auszubildenden, zwei Lehrkräfte und Einsatzkräfte der Feuerwehr hatten hier ordentlich zutun.

[Video]

Insgesamt seien bei der Leitstelle des Landkreises 14 Einsätze zwischen 9.45 und 12. 45 Uhr ausgelöst worden, die in Verbindung mit dem Gewitter standen, fasste eine Landkreissprecherin auf Nordkurier-Anfrage zusammen. Zumeist wegen umgefallener Bäume, herabgefallener Äste oder weil Wasser in Gebäude gedrungen war. Darüber hinaus sei eine Straße komplett überflutet gewesen. In Groß Teetzleben, zwischen Neubrandenburg und Alten Treptow waren diesbezüglich ebenfalls die Kräfte der Feuerwehr im Einsatz.

 

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