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Elf Brände innerhalb weniger Wochen in der Neubrandenburger Oststadt – zumindest einen Teil davon soll der Verdächtige gelegt haben. Felix Gadewolz
Justiz

Brandstiftung in Neubrandenburg – Entscheidung über Haft

Muss der Mann, der als Serien-Brandstifter in Neubrandenburg unter Verdacht steht, vorerst in Haft bleiben? Ein Amtsrichter musste am Freitag entscheiden.
Neubrandenburg

Der vor knapp zwei Wochen festgenommene 31-jährige Neubrandenburger, den Polizei und Staatsanwaltschaft für dringend tatverdächtig halten, der Verursacher einer Brandserie im größten Wohngebiet der Kreisstadt zu sein, bleibt hinter Gittern. Das entschied am Freitag ein Richter des Amtsgerichts während eines sogenannten Haftprüfungstermins.

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Verteidiger hatte Freilassung gefordert

Der Verteidiger des Beschuldigten, Rechtsanwalt Wolfgang Bartsch, sagte auf Nordkurier-Nachfrage, der Richter bezweifelte zwar den Haftgrund der Wiederholungsgefahr, sah aber angesichts der drohenden hohen Freiheitsstrafe die Fluchtgefahr des Untersuchungsgefangenen als gegeben an. Wie Bartsch weiter sagte, erwäge er, rechtliche Mittel gegen die Entscheidung einzulegen.

Ein Feuer am 10. Juli in der Neubrandenburger Robert-Koch-Straße war der elfte Fall von Brandstiftung in einer beispiellosen Serie, die das größte Stadtviertel der Seenplatte seit März in Atem hielt. Immer wieder musste die Feuerwehr in die Koszaliner und die Kochstraße ausrücken. Der angerichtete Sachschaden beträgt etwa 200 000 Euro, zwei Menschen musste sich nach einem der Brände wegen Rauchvergiftung im Klinikum behandeln lassen.

Mit einer Kamerafalle gegen den Brandstifter

Die Festnahme des Verdächtigen hatten die Kripo-Beamten einer installierten Kamerafalle an einem der potenziellen Tatorte zu verdanken. Und weil die Ermittler den Verdächtigen ohnehin schon nach Zeugenaussagen im Visier hatten, konnten die Kamera-Aufnahmen schnell zugeordnet werden.

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