Umgestaltung des Klosterberges

Braucht Altentreptow ein neues Freibad?

CDU, Linke und der fraktionslose Hans-Jürgen Rienitz haben gemeinsam Ideen zur Gestaltung des Klosterbergs erarbeitet. Ihr Antrag enthält fünf Punkte. Aber auch die anderen Stadtvertreter und die Verwaltung verlieren ihn nicht aus den Augen.
Bärbel Gudat Bärbel Gudat
So sah die Badeanstalt 1995 aus. Jetzt wird diskutiert, ob es ein neues Freibad geben könnte.
So sah die Badeanstalt 1995 aus. Jetzt wird diskutiert, ob es ein neues Freibad geben könnte. Archiv Sibylle Kempf
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Altentreptow.

Wie soll Altentreptows Klosterberg in Zukunft mal aussehen? Diese Frage wird seit etwa zwei Jahren wieder öfter gestellt. Ein Ordner mit Vorschlägen von Stefan Pulkenat verstaubte lange Zeit in den Regalen, nachdem schon einige der Ideen des Landschaftsarchitekten aus dem Jahr 2003 umgesetzt worden waren. Nun haben die Fraktionen der CDU und der Linken sowie der fraktionslose Hans-Jürgen Rienitz ihre Vorschläge in fünf Punkten zusammengefasst. „Wir haben unsere Gedanken aufgeschrieben“, sagte Thomas Kraft, der CDU-Fraktionschef, der den gemeinsamen Antrag während der jüngsten Stadtvertretung vorstellte.

Der parkähnliche Charakter des Klosterberges soll wieder hergestellt werden oder erhalten bleiben, darum geht es den Antragstellern grundsätzlich. Geld für ihre Vorschläge mögen nach der Diskussion in der Stadtvertretung 2019 in den Haushalt einstellt werden. Worum dreht es sich im einzelnen? Der Baumbestand soll durchforstet und auf dem Areal aufgeräumt werden. Außerdem sollen Wege fürs Wandern oder für den Schulsport instand gesetzt werden. Zwei weitere Punkte betreffen ein Schwimmbad.

Fördermittel für das Schwimmbad?

Ein bisschen riecht es nach Wahlkampf, weil so ein Bad der lang gehegte Wunsch vieler Treptower ist. Schließlich gab es ja mal ein Schwimmbad in der Stadt. Dass es Wahlkampf sei, dagegen wehrt sich Thomas Kraft. Es wäre doch durchaus legitim zu prüfen, ob nicht die Fernwärmeleitung, die jetzt schon bis zur Mehrzweckhalle reicht, auch weiter bis hin zur Festwiese verlegt werden könnte. Niemand wisse doch, wie es in den kommenden Jahren weitergehe. Man dürfe die Hoffnung nicht aufgeben, dass die Kommunen bald finanziell besser ausgestattet seien. Deshalb möchten die Antragsteller zumindest die Möglichkeit eines Schwimmbades geprüft wissen. Wie kann es vielleicht doch finanziert werden und wo gibt es dafür Fördermittel?

Die Idee kommt bei der Wählergemeinschaft an. „Auch wir sind für ein Schwimmbad“, versicherte dessen Fraktionschef Mirko Renger. Die Wählergemeinschaft beschäftigte sich schon im vergangenen Jahr sehr intensiv mit dem Pulkenatschen Konzept und hat daraus ihre Vorschläge abgeleitet. Sie arbeitete dabei mit der Stadt zusammen. Es ist eine Diskussionsgrundlage entstanden.

Sport auf Fritz-Reuter-Turnplatz

Das wiederbelebte Kotelmannfest war im Sommer eine Chance, den Treptowern ihren Klosterberg wieder näherzubringen. Der Fritz-Reuter Turnplatz liegt der Wählergemeinschaft besonders am Herzen. Auf dem Areal sollten zum Beispiel künftig wieder verschiedenste sportliche Möglichkeiten geschaffen werden, so ihr Wunsch. Die Rede ist von einer Mountainbike-Strecke, einem Fitness-Parcours, von Kletter- und Hangelelemente oder einem Trimm-Dich-Pfad. Der Turnplatz soll so umgestaltet werden, dass er seiner ursprünglichen Idee wieder näherkommt.

Beim Großen Stein liegen die Ideen der Stadtvertreter gar nicht so weit auseinander. Alle wollen, dass er besser wahrgenommen wird. Für die CDU, die Linken und Hans-Jürgen Rienitz geht es aber um die Prüfung der Gestaltung an „seinem jetzigen Standort“. Der Koloss soll großflächig frei- und trockengelegt werden. Trockenlegen ist ebenfalls ein Wunsch der Wählergemeinschaft. Sie könnte sich außerdem vorstellen, dass mit dem Ankauf von Gärten und deren Abriss der Stein besser zu erleben wäre.

Die Verwaltung engagiert sich schon seit dem Frühjahr in einer Arbeitsgruppe zum Thema Klosterberg. Gemeinsam mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Claudia Ellgoth arbeiten Mitglieder des Kultur- und Heimatvereins und die Vertreter vom Sozialausschuss sowie Christian Sorge, Vorsitzender des Bauausschusses. „Wir werden uns im November wieder treffen“, sagte Claudia Ellgoth. Das Konzept von Landschaftsarchitekt Stefan Pulkenat und die aktuellen Ideen werden in der Arbeitsgruppe
besprochen.