Max Wilke vom Friedländer Ordnungsamt schrieb das Konzept für den Fitness-Rundlauf. Auch er ließ es sich nicht
Max Wilke vom Friedländer Ordnungsamt schrieb das Konzept für den Fitness-Rundlauf. Auch er ließ es sich nicht nehmen, die neuen Geräte zu testen. Pablo Himmelspach
Stadtpräsident Helmut Dröse hatte das Projekt angestoßen und probierte die neuen Geräte jetzt selbst aus.
Stadtpräsident Helmut Dröse hatte das Projekt angestoßen und probierte die neuen Geräte jetzt selbst aus. Pablo Himmelspach
Der Franziskaner Bruder Gabriel war zufälligerweise in Friedland – und segnete die neuen Sportgeräte.
Der Franziskaner Bruder Gabriel war zufälligerweise in Friedland – und segnete die neuen Sportgeräte. Helmut Dröse
Purer Zufall

Bruder Gabriel segnet Friedlands Sportgeräte

Am Mühlenteich können die Friedländer fortan Sport an neuen Geräten treiben. Zur Eröffnung wurden diese mit heiligem Wasser getauft – völlig ungeplant.
Friedland

Als ihre Geburt vollendet war, wurden die Sportgeräte getauft. Nicht etwa mit Wasser aus dem Friedländer Mühlenteich, sondern stilecht mit Weihwasser. Ein Bruder Gabriel segnete den neu eröffneten Sportpark mit heiligen Tropfen. Zufällig war der Franziskaner in Friedland unterwegs.

Irdische Disziplin trotz himmlischer Unterstützung nötig

Friedlands Stadtpräsident Helmut Dröse hingegen testete die Sportgeräte gleich mal aus. „Das hier ist gut für die Schultern. Und mit dem da kann man die Bauchmuskeln trainieren“, sagte er lachend und klopfte sich mit der Hand auf den Bauch. Irdische Disziplin ist also trotz himmlischer Unterstützung nötig.

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Gemeinsam mit anderen Vertretern der Stadt Friedland weihte Dröse den neuen Sportpark ein. Insgesamt zehn Geräte an drei Standorten rund um den Mühlenteich, bieten den Bürgern fortan eine Möglichkeit, an der frischen Luft Sport zu treiben. Die Kosten des Ganzen: 50 500 Euro. „Dieses Projekt wäre ohne Sponsoren niemals möglich gewesen. Dafür möchte ich mich bedanken“, sagte Helmut Dröse. Neben den Spenden, wurde das Projekt durch Eigenmittel der Stadt sowie Gelder aus dem europäischen Leader-Topf finanziert.

Von Station zu Station schwerer

Max Wilke vom Friedländer Ordnungsamt hat das Konzept des Parks erstellt. „Die Idee ist ein Rundlauf um den Mühlenteich, bei dem man an den drei Stationen trainieren kann“, erklärte er. Dabei steigere sich die Intensität der Übungen von Station zu Station. „Es beginnt etwas lockerer am Therapiezentrum und steigert sich dann am Kap Arkona. An der Fritz-Reuter Straße kann dann richtig Krafttraining gemacht werden“, sagte Wilke.

Wobei er sich bei der Planung nicht an „Muskelprotzen“ orientiert habe – sondern der breiten Friedländer Gesellschaft. So könnten die Geräte auch für therapeutische Zwecke genutzt werden. Darüber hinaus sei das Projekt Mühlenteich noch nicht abgeschlossen. So sollten am „Kap Arkona“ bald noch Bänke und Liegen stehen. „Hier soll noch eine Menge passieren und das hier war der Startschuss“, kündigte Wilke an.

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Neuntklässler Artur Rössler von der Gesamtschule Friedland durfte mit dem Stadtpräsidenten das rote Eröffnungsband durchschneiden. Mit seinen Mitschülern hatte er bereits vor zwei Jahren mit einem Spendenlauf Geld für das Projekt gesammelt. Dass es jetzt fertig ist, freut ihn. „Ich werde das auf jeden Fall mal ausprobieren, wenn ich hier vorbei komme“, sagte er.

Die Namen aller Spender sind auf einer silbernen Tafel eingraviert. Die steht, für alle Besucher sichtbar, vor dem „Friedländer Kap Arkona“, in einen Stein eingefasst. Die geweihten Sportgeräte sind für alle Einwohner frei nutzbar. Auch die Ungläubigen seien herzlich eingeladen, sagte Stadtpräsident Dröse nach der Überraschung durch den Franziskaner-Bruder.

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