Damit diese Brücke über die Tollense bei Altentreptow auch weiterhin für die tägliche Nutzung gut ger&uuml
Damit diese Brücke über die Tollense bei Altentreptow auch weiterhin für die tägliche Nutzung gut gerüstet ist, soll sie demnächst saniert werden. Tobias Holtz
Statt Neubau

Brücke über die Tollense muss „nur” saniert werden

Eine marode Holzbrücke in Altentreptow sollte für einen sechsstelligen Betrag ersetzt werden. Doch wie sich jetzt herausgestellt hat, geht’s auch deutlich günstiger.
Altentreptow

Stolze 400.000 Euro sollte der Ersatzneubau der Tollense-Brücke am Jungfernstieg eigentlich kosten – einer der größten Investitionsposten im diesjährigen Haushalt Altentreptows. Das Ingenieurbüro Thiele & Partner mbB ist bei der jüngsten Begutachtung des über 20 Jahre alten Bauwerks aber zu dem Schluss gekommen, dass die Tragkonstruktion noch gut erhalten ist und somit nicht komplett neu gebaut werden muss.

Lesen Sie auch: Tiefbaufirma bohrt sich unter der Tollense durch

Ganz anders sieht es mit dem Rest der Brücke aus. Trotz mehrfacher Wartungsarbeiten weisen die Holzbauteile große Schäden auf. Um die Verkehrssicherheit in vollem Umfang gewährleisten zu können, sollten die Geländer und der Gehwegbelag unbedingt instand gesetzt werden, so die Einschätzung des Ingenieurbüros.

Sanierung muss anders finanziert werden als ein Neubau

Vorgesehen sind künftig ein verzinktes Stahlgeländer und ein Bodenbelag aus Kunststoff. Zudem sollen die Kammerwände der Brücke erneuert werden. Insgesamt wären für die Sanierung 109.000 Euro fällig – deutlich weniger als für den ursprünglich angedachten Neubau, wie Bauamtsleiterin Hendrikje Kmietzyk bei der jüngsten Stadtvertretersitzung erklärte. Da es sich bei der Baumaßnahme um Werterhaltungsmaßnahmen handelt, würde diese im Haushalt allerdings über den laufenden Aufwand abgerechnet. In diesem Jahr stünden für die Unterhaltung nur 23.750 Euro zur Verfügung. Die überplanmäßigen Aufwendungen, die sich somit auf 85.250 Euro belaufen, könnten aber über ein anderes Produktkonto gedeckt werden. „Unser Haushalt wird also nicht zusätzlich belastet“, versicherte Kmietzyk.

Lesen Sie auch: Historischer Einbaum in der Tollense gefunden

Die Stadtvertreter stimmten dieser Vorgehensweise geschlossen zu. Wann es mit der Instandsetzung losgehen kann, steht allerdings noch nicht fest, da zunächst der Auftrag an die Planer vergeben werden muss.

zur Homepage