ENERGIEKOSTEN

Stadtwerke Neubrandenburg erhöhen Preise für Strom und Gas

Kunden der Neubrandenburger Stadtwerke müssen sich ab 1. Januar 2019 warm anziehen. Nach Jahren der weitgehenden Preisstabilität ziehen die Tarife in Stadt und Region teils deutlich an.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
Für ihren Strom der Stadtwerke müssen die Kunden demnächst tiefer in die Geldbörse greifen.
Für ihren Strom der Stadtwerke müssen die Kunden demnächst tiefer in die Geldbörse greifen. Jens Büttner
Neubrandenburg.

Strom- und Gaskunden der Neubrandenburger Stadtwerke neu.sw müssen ab dem kommenden Jahr teils deutlich mehr Geld bezahlen. Unter anderem aufgrund gestiegener Marktpreise sieht sich das kommunale Unternehmen dazu veranlasst, die Tarife anzuheben.

Die Arbeitspreise in der Grund- und Ersatzversorgung sowie bei den Privatstromprodukten im Netzgebiet Neubrandenburg erhöhen sich zum 1. Januar 2019 um 0,476 Cent netto pro Kilowattstunde, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die Grundpreise werden jeweils um 15 Euro netto angehoben. Je nach Verbrauch ergibt dies eine Preissteigerung brutto zwischen 3,4 und 6,5 Prozent. Für einen Vierpersonenhaushalt mit „neu.sw”-Stromvertrag bedeuten dies laut Unternehmen Mehrkosten von etwa 40 Euro im Jahr, ein Single muss 25 Euro mehr berappen.

Erhöhung der Gas-Preise

Noch höher fällt der Tarifanpassung bei Gas aus. Die durchschnittliche Preiserhöhung beträgt für „GasFix 12“- und „GasFix 24“-Kunden 9 sowie 11,6 Prozent, für Kunden in der Grundversorgung und sonstigen Tarifen fallen Mehrkosten zwischen 8 und 13 Prozent an. Auf einen Haushalt mit vier Personen mit „neu.sw Gas Plus“-Vertrag kommen hier den Stadtwerken zufolge Mehrkosten im Jahr von 136 Euro zu, ein Einpersonenhaushalt zahlt 95 Euro mehr in zwölf Monaten. Tiefer in die Tasche greifen müssen auch 1200 Fernwärmekunden mit einer vertraglich vereinbarten Preisänderungsklausel. Für sie steigen die Wärmepreise um rund acht Prozent.

Entwicklungen am Markt

Der Vorsitzende der neu.sw-Geschäftsführung, Ingo Meyer, führte an, nach mehreren Jahren weitgehend stabiler Preise müssten die Neubrandenburger Stadtwerke zum 1. Januar 2019 die Preise für Strom, Gas und Fernwärme anheben. Die Gründe dafür seien bei Strom und Gas vor allem gestiegene Beschaffungs- und Netzkosten sowie weiterhin sehr hohe Umlagen und Steuern. Bei Fernwärme liegt es vor allem an den gestiegenen Börsenpreisen für Gas und der drastischen Kostensteigerung bei CO2-Emissionszertifikaten.

„Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Aber wir können uns den Entwicklungen am Markt genauso wenig entziehen wie den staatlich verursachten Kosten. Dabei sehen wir uns in einer Reihe mit allen Energieversorgern in Deutschland”, führte Meyer an. Er betont aber: „Wir liegen mit unseren Preisen im Vergleich mit anderen Versorgern dennoch im guten Mittelfeld beziehungsweise im vorderen Bereich.”

Alle betroffenen Kunden erhalten in den kommenden Tagen Post. Darin informieren die Neubrandenburger Stadtwerke ihre Kunden über die neuen Tarife und weisen auf die Möglichkeit der persönlichen Beratung zu günstigeren Produkten und zu Tarifwechseln. Die Stadtwerke neu.sw sind nach eigenen Angaben das drittgrößte Stadtwerk des Landes und versorgen 65.000 Menschen.

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