Bislang gibt es eine Heimatschutzkompanie in Mecklenburg-Vorpommern. In diesem Jahr sollen zwei weitere dazu kommen. Eine davo
Bislang gibt es eine Heimatschutzkompanie in Mecklenburg-Vorpommern. In diesem Jahr sollen zwei weitere dazu kommen. Eine davon wird durch die Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern“ betreut. Bundeswehr
Reserve-Soldaten

Bundeswehr-Heimatschutz entsteht in Neubrandenburg

Stark vereinfacht könnte man die neue Heimatschutzkompanie als Freiwillige Feuerwehr der Bundeswehr bezeichnen. Bewerbungen dafür sind willkommen.
Neubrandenburg

Die Bundeswehr will in diesem Jahr in Mecklenburg-Vorpommern zwei neue Heimatschutzkompanien mit je 100 Dienstposten aufstellen. Diese sollen bis zum Jahr 2025 zu etwa 80 Prozent mit Reservistinnen und Reservisten besetzt werden, teilte das zuständige Landeskommando Mecklenburg-Vorpommern dem Nordkurier mit. Derzeit gibt es eine Heimatschutzkompanie in Mecklenburg-Vorpommern, deren sogenannter Betreuungstruppenteil ist die Marinetechnikschule (MTS) in Parow. Das bedeutet, die Aus-/Weiterbildung der Heimatschutzkompanie stützt sich auf Infrastruktur und teilweise auf Ausbilder der MTS.

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Eine der beiden neuen Heimatschutzkompanien mit dem Namen „Vorpommern“ soll durch die Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern“ betreut werden, deren Stab ebenfalls in Neubrandenburg beheimatet ist. Die zweite soll in Schwerin/Hagenow beim Landeskommando MV angesiedelt werden, wie ein Sprecher mitteilte.

Eine Art Freiwillige Feuerwehr der Bundeswehr

Heimatschutzkompanien könnte man stark vereinfacht gesagt als eine Art Freiwillige Feuerwehr der Bundeswehr umschreiben. Die Heimatschutzkräfte sind laut Landeskommando für den Einsatz zu Schutz- und Sicherungsaufgaben sowie für Objektschutz vorgesehen, unter anderem, da reguläre Einheiten der Bundeswehr mit anderen Aufträgen gebunden wären. Um die Energieversorgung sicherzustellen und einen flächendeckenden Stromausfall zu verhindern, sollen die Heimatschützer beispielsweise kritische Infrastruktur bewachen.

Darüber hinaus gehört auch die sogenannte subsidiäre Katastrophenhilfe zu den Aufgaben der Heimatschutzkräfte. In der Katastrophenhilfe können sie zivile Organisationen bei Hilfeleistungen unterstützen, so etwa geschehen bei Hochwassereinsätzen, Schneekatastrophen und im Rahmen der Unterstützung bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest, teilte das Landeskommando weiter mit. In das Aufgabengebiet der Heimatschutzkräfte fällt zudem die Unterstützung befreundeter Streitkräfte in Deutschland. Das geht beispielsweise von der Bereitstellung von Unterkünften oder Betankungsmöglichkeiten und bis hin zum Absichern von Konvoi-Rastplätzen.

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Die Heimatschutzkompanien gingen 2021 aus den regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanien hervor. Die damalige Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) wollte mit der Umbenennung ein sichtbares Zeichen für die Landes- und Bündnisverteidigung setzen und die Relevanz der Reserve betonen. Festgelegt wurde auch, dass die Zahl der Heimatschutzkompanien von 30 auf 42 ansteigen soll.

Im Zuge dieser Pläne werden auch die beiden neuen Heimatschutzkompanien in MV aufgestellt. Wer sich für die neuen Heimatschutzkompanien bewerben will, kann sich den Angaben zufolge an das Landeskommando MV per E-Mail unter [email protected] wenden.

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