Bundeswehr-Soldaten der Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern” sollen im Auftrag der Nato in Litauen für Schu
Bundeswehr-Soldaten der Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern” sollen im Auftrag der Nato in Litauen für Schutz vor Russland sorgen. Felix Gadewolz
Am Samstagmorgen startete ein Konvoi aus der Tollense-Kaserne in Neubrandenburg in Richtung Eutin.
Am Samstagmorgen startete ein Konvoi aus der Tollense-Kaserne in Neubrandenburg in Richtung Eutin. Felix Gadewolz
Per Lastwagen-Konvoi geht es für die Soldatinnen und Soldaten zunächst nach Eutin und von da auf die Fähre von
Per Lastwagen-Konvoi geht es für die Soldatinnen und Soldaten zunächst nach Eutin und von da auf die Fähre von Kiel nach Klaipeda in Litauen. Felix Gadewolz
Dann folgt eine 250-Kilometer-Fahrt nach Rukla.
Dann folgt eine 250-Kilometer-Fahrt nach Rukla. Felix Gadewolz
Truppenverlegung

▶ Bundeswehr-Konvoi aus Neubrandenburg startet nach Litauen

Deutschland verstärkt seine militärische Präsenz am kritischsten Punkt der Nato-Ostflanke. Mit dabei sind Soldaten aus Neubrandenburg und Torgelow, die sich nun auf den Weg machten.
Neubrandenburg

Rund sechs Monate nach Beginn des russischen Angriffskriegs verstärkt die Bundeswehr ihre Präsenz an der Nato-Ostflanke in Litauen. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte im Juni mit dem litauischen Staatspräsidenten Gitanas Nausėda eine schrittweise Aufstockung der Bundeswehrpräsenz in dem baltischen Land vereinbart. Diese Aufgabe übernimmt die Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern”, deren Stab in Neubrandenburg sitzt. Insgesamt werden zunächst knapp 100 Soldaten aus drei Standorten in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein verlegt.

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Am Samstagmorgen startete ein Konvoi aus der Tollense-Kaserne in Richtung Eutin. Per Lastwagen-Konvoi geht es für die Soldatinnen und Soldaten zunächst nach Eutin und von da auf die Fähre von Kiel nach Klaipeda in Litauen, dann folgt eine 250-Kilometer-Fahrt nach Rukla.

[Video]

Mit im Gepäck haben die Angehörigen der Panzergrenadierbrigade, die über rund 4500 Soldaten und Soldatinnen verfügt, ein Neubrandenburger Ortsschild. Diese hatte Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) Brigadegeneral Christian Nawrath am Freitag überreicht. Das Ortsschild war ein Wunsch der Truppe, das ohne großen bürokratischen Aufwand zur Verfügung gestellt wurde, wie Nawrath und Witt erwähnten.

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Das deutsche Konzept für die Brigade sieht vor, Waffen, Munition und einen vorgeschobenen Führungsstab der Brigade in Litauen zu stationieren. Der größte Teil der Soldaten wird in Deutschland bereit gehalten. Langfristig soll diese Einheit auf eine komplette Kampfbrigade aufwachsen.

Die Panzergrenadierbrigade 41 war bereits in Litauen im Einsatz als Teil der „enhanced Forward Presence Battle Group“ der Nato. Brigadegeneral Christian Nawrath sagte, dieser Auftrag werde die Brigade bis in den Sommer 2023 binden. Er sei lang und habe eine besondere Qualität, „weil er auf der einen Seite hochpolitisch ist, aber auf der anderen Seite auch, weil wir ihn so in dieser Art und Dimension noch nie hatten”.

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Mit der geplanten Verstärkung der Ostflanke der Nato wird die Zahl der in der Region stationierten Soldaten deutlich erhöht zum Schutz der „Suwalki-Lücke”. Damit wird ein Korridor auf polnischem und litauischem Gebiet zwischen Belarus und Kaliningrad bezeichnet. Mit dessen Einnahme könnte Russland die Baltenstaaten von den übrigen Nato-Ländern abschneiden. Benannt ist der Korridor nach dem polnischen Ort Suwalki.

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