Auf viele Besucher hofft man am Wochenende wieder auf dem Appelmarkt an der Burg Klempenow.
Auf viele Besucher hofft man am Wochenende wieder auf dem Appelmarkt an der Burg Klempenow. Privat
Der Appelmarkt an der Burg Klempenow ist immer auch ein Fest der Farben.
Der Appelmarkt an der Burg Klempenow ist immer auch ein Fest der Farben. privat
Appelmarkt

Burg Klempenow lockt mit Früchten und Kunsthandwerk

Zum beliebten Appelmarkt auf Burg Klempenow lädt am Samstag wieder der Kultur-Transit-96 e. V. Dabei dreht sich aber nicht alles nur um die saftigen Früchte.
Klempenow

Es ist jetzt wieder die Zeit, in der man Äpfel frisch vom Baum pflücken kann. Runde sowie ovale – und das in verschiedenen Farben wie Rot, Grün und Gelb. Manche schmecken mild, fruchtig, süß, andere sauer und wiederum andere scheinen gar keinen Geschmack zu haben. Doch wer kann schon einen Boskop, einen Hasenkopf oder eine Doppelte Melone erkennen? Zum Glück ist ja am Sonnabend wieder Appelmarkt auf Burg Kempenow. Dort sind vier Mitglieder vom Pomologenverein MV vor Ort.

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Pomologen sind Apfelsortenbestimmer, so auch Otto Schmidt. Laut seiner Aussage gibt es etwa 2000 Apfelsorten im deutschsprachigen Raum. Da ist es nicht leicht, immer den Apfel genau zu bestimmen. Wer wissen möchte, was da an seinem Apfelbaum hängt, der soll vier Äpfel eines Baumes mit auf den Appelmarkt bringen – in einer Papiertüte, da Plastiktüten eine Bestimmung erschweren können. „Wichtig ist auch in Erfahrung zu bringen, wann der Baum gepflanzt wurde und ob es sich um eine alte oder neue Sorte handelt“, sagt Otto Schmidt.

Kräuter, Kunst und Live-Musik

Die Pomologen haben zudem noch eine Ausstellung vorbereitet, wo sie viele verschiedene Apfel- und Birnensorten auf dem Klempenower Appelmarkt zeigen werden. Dagegen geht es beim Stand von Simone Gottschling um Kräuter. Seit 2007 verkauft sie hier auf dem Appelmarkt Gewürzpflanzen, Heilkräuter und Stauden. Unter anderem bietet Gottschling Rosmarin an, das gerne bei Fleisch- und Fischgerichten verwendet wird. Eidechsenschwamm ist dagegen wohl ein eher unbekanntes Gewürz, dass laut ihrer Aussage wie Koriander oder Orange schmeckt. Zu den bekannten Pflanzen gehört wiederum Salbei, das unter anderem gegen Entzündungen der Mundschleimhaut und bei Halsschmerzen hilft. „Das ist nicht nur eine Heilkräuterpflanze, sondern auch eine Gewürzpflanze. Ich empfehle Salbei zum Würzen von Lasange, Pizzen und Sahnesoßen. Ich biete alles als Pflanze an, sodass die Menschen diese bei sich zu Hause einpflanzen können“, schildert Simone Gottschling.

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Dass es sich bei dem Appelmarkt nicht nur allein um Äpfel, Kräuterpflanzen und sonstige Früchten dreht, hebt Udine Spillner hervor. Sie ist Sprecherin vom Kultur-Transit-96 Verein, der den Appelmarkt veranstaltet. Vielmehr gibt es noch einen großen Kunstmarkt, wo ebenfalls regionale Produkte angeboten werden. Gerade in diesen nicht leichten Zeiten möchte der Verein mit dem Appelmarkt den regionalen Erzeugern eine Bühne bieten und wünscht sich möglichst viele Besucher. „Es gibt auf dem Appelmarkt auch zwei Live-Bands. Das eine ist das Mirmix Orkeztan und aus der Ukraine kommt die Band Leléka“, verspricht Spillner.

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