„Thor Steinar”-Laden
CDU behält sich "mietvertragliche Konsequenzen" vor

Einen Steinwurf von den Büros der CDU in Neubrandenburg entfernt eröffnete am Donnertag der "Thor Steinar"-Laden - begleitet von Protesten.
Einen Steinwurf von den Büros der CDU in Neubrandenburg entfernt eröffnete am Donnertag der „Thor Steinar”-Laden – begleitet von Protesten.
Mirko Hertrich

Innenpolitiker aus Bund und Land in direkter Nachbarschaft zu einem Geschäft, das in der rechten Szene beliebte Kleidung führt. Der CDU gefällt die Eröffnung in Neubrandenburg nicht.

Wegen der Vermietung von Ladenflächen an die in rechtsextremen Kreisen beliebte Modemarke „Thor Steinar” erwägt der CDU-Kreisvorstand Mecklenburgische Seenplatte Konsequenzen. „Wir werden der Vermieterin gegenüber unsere Missbilligung zum Ausdruck bringen und sie zu einer Stellungnahme zu ihrem weiteren Vorgehen auffordern”, teilte der Kreisvorstand am Sonnabend mit. „Mietvertragliche Konsequenzen behalten wir uns vor.”

Die Parteispitze im Kreis hatte sich am Rande des Kreisparteitags in Stavenhagen beraten. In einer anschließenden Mitteilung hieß es dazu: „Die CDU verurteilt wie bekannt extremistische Bestrebungen jeglicher Art. Dazu zählt auch der Verkauf von Artikeln, die solche Bestrebungen verherrlichen bzw. symbolisieren oder dazu benutzt werden, extremistische Haltungen deutlich zu machen. Daher bewerten wir die Vermietung an das Ladengeschäft in der Stargarder Straße auch negativ.”

Im gleichen Komplex, in dem sich die Räume der CDU in Neubrandenburg befinden, hatte am Donnerstag weitgehend ohne vorherige Ankündigung ein Laden der in der rechten Szene beliebten Modemarke „Thor Steinar“ eröffnet. In dem als Altes Hotel bekannten Gebäude haben die Neubrandenburger Christdemokraten ihre Büros sowie der Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte. Noch brisanter: Auch Landesinnenminister Lorenz Caffier (CDU) sowie der CDU-Innenexperte und Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor sind hier mit ihren Bürger- und Wahlkreisbüros vertreten.

Neue Proteste angekündigt

Die Initiative Neubrandenburg Nazifrei rief unterdessen für Montag um 16.30 Uhr zu erneuten Protesten gegen das Ladengeschäft in der Stargarder Straße auf. In dem Aufruf in sozialen Medien hieß es: "Wir fordern die Stadtverwaltung und -politik und vor allem auch die Vermieterin auf, alle Mittel zu ergreifen, die Etablierung solch eines Ladens in dieser Lage in Neubrandenburg zu stoppen." "Thor Steinar" sei die "ungekrönte Lieblingsmarke" der radikalen rechten Szene. Auch die Betreiber stünden dieser nahe, "wenn sie nicht sogar Teil dieser sind".

Am Eröffnungstag hatten laut Polizei bereits etwa 75 Menschen friedlich gegen den "Thor Steinar"-Laden demonstriert. In anderen Städten war es in der Vergangenheit wiederholt auch zu Angriffen auf solche Geschäfte gekommen, etwa mit Farbbeuteln. Laut Verfassungsschutz Brandenburg ist die Marke bei Rechtsextremisten beliebt und gilt als szenetypisches Erkennungs- sowie Abgrenzungsmerkmal. Auf Anfrage des Nordkurier hatte sich der Verwalter der Immobile nicht zu der Vermietung äußern wollen..

Kommentare (13)

Die Ähnlichkeit der Worte "Ketzer" und "Hetzer" sind absolut kein Zufall. Was die CDU betrifft muss man mit Erstaunen feststellen, wie klarsichtig US-Historiker David Hoggan bereits im Jahr 1988 diese "christliche, freiheitlich und konservative" Partei eingeordnet hat. Dazu sei ein Zitat aus seinem 1988 erschienen Buch "Meine Anmerkungen zu Deutschland" erlaubt: Die kommunistische Partei durfte sich 1945 als erste in Berlins West-Sektoren organisieren, und obwohl eine eindeutige marxistische Führung für ganz Westdeutschland erst unter Willy Brandt 1969 bestand - etwas zwanzig Jahre, nachdem die amerikanische Nachkriegs-Marionette Bundesrepublik organisiert worden war . war doch die Opposition der dem Namen nach konservativen, im Grunde aber linken CDU-CSU[!] gegenüber dem Marxismus so schwach und ihre Konzessionen an das marxistische Weltbild so groß, daß es richtiger wäre, den des marxistischen Regimes in Westdeutschland auf 1949 und in Deutschland insgesamt auf 1945 zu legen. Zitat Ende.

So blöd kann doch keiner sein. Die CDU ist nun bei besten Willen weit weg von Marxismus. Ehr wird der Papst Mitglied bei den Linken. Dein Oberstübchen bedarf dringend ärztliche Hilfe. Ein Aufenthalt in der geschlossenen ist ratsam

So blöd kann doch keiner sein. Die CDU ist nun bei besten Willen weit weg von Marxismus. Eher wird der Papst Mitglied bei den Linken. [Entfernt, bitte halten Sie sich an die Netiquette. D. Red.] Die meisten gehen zu 99% von sich selbst aus! Die CDU ist dank Deiner Götzin weit davon entfernt, christlich zu sein!

Achso, das gehört bei Euch dazu, es ist eine direkte Ansprache: "So blöd kann doch keiner sein!"

[Entfernt, bitte halten Sie sich an die Netiquette. D. Red.] Es gibt welche, die dürfen (noch) und andere eben nicht!

Oh, Mann. Was sollen diese unsinnigen Kommentare ? Wem dieser Laden oder die Klamotten nicht gefallen der kann ja woanders einkaufen gehen. Und wie schon geschrieben , wenn nicht in Neubrandenburg dann eben im Internet. Außerdem kann es ja so überraschend nicht gewesen sein, denn um ein Geschäft zu eröffnen, gab es doch im Vorfeld schon einige Behördengänge ( Miete, Gewerbeanmeldung, Stromversorgung, Telefon/Internet usw.) Kein Hahn kräht, wenn der hundertste Asiat einen Klamottenladen aufmacht. Ich fahre auf alle Fälle mal zu Thor Steinar ! ! ! P.S.: Eine bessere Werbung wie durch die Berichte im NK kann es nicht geben.

Und wenn die den eben gegen die geltende "Demokratie" verstoßen, dürfen sie erst gar nicht öffnen!

Über einen Laden regt sich dieses Volk auf aber nicht darüber, dass unsere Regierung Waffen in Milliardenhöhe an Schurkenstaaten und mörderische Antidemokratien verscherbelt! Genauso soll die zumeist dumme Volksmasse ticken, Glückwunsch zur erfolgreichen Manipulation!

Manipulation weit entfernt. Die Linke und besondes Jan von Acken stellen die Regierung und ihre Waffenexporte an den Pranger und fordern ein Ende. Nur leider haben wir eine Regierung die den Lobbyisten hörig ist. Nur auf die Straße gehen kann helfen.

Die Manipulation ist allgegenwärtig! An den Pranger stellen hilft noch lange nicht, das beeindruckt die staatlich geförderte Rüstungslobby in keinster Weise! In einiger Zeit redet niemand mehr vom ermordeten Journalisten Jamal Khashoggi und die Rüstungsexporte gehen lustig weiter! Ich hasse es, immer recht zu behalten!

Warum, machen , die LINKEN keinen Leninladen, mit Büsten auf ?

Warum machen die LINKEN keinen Leninladen, mit Büsten, auf ?

Und solchen Personen huldigt man nicht. Seine Vorstellung vom Kommunismus haben wir doch alle zum Teil miterlebt. So hatte Marx es nicht verfasst.