ORDNUNG UND SAUBERKEIT

CDU-Ratsherr nimmt alle Bürger in die Pflicht

Hans-Jürgen Schwanke appelliert an alle Neubrandenburger, sich mit der neuen Stadtverordnung für Ordnung und Sauberkeit einzusetzen. Für junge Menschen hat er einen ganz eigenen Vorschlag.
Ratsherr und Ausschussvorsitzender Hans-Jürgen Schwanke empfindet Neubrandenburg als saubere Stadt. Müllprobleme wir
Ratsherr und Ausschussvorsitzender Hans-Jürgen Schwanke empfindet Neubrandenburg als saubere Stadt. Müllprobleme wir hier am Brodaer Strand sind ihm aber ein Dorn im Auge. Felix Gadewolz
Neubrandenburg ·

Mit der Stadtverordnung hat sich Neubrandenburg eine Art Hausordnung gegeben, wie im Umgang miteinander für Ordnung und Sicherheit gesorgt werden kann. Der Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Ordnung und Sicherheit, Hans-Jürgen Schwanke, appelliert nun an die Bürger, daran mitzuwirken, dass dieses Regelwerk mit Leben gefüllt wird.

„Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass wir in Neubrandenburg eine schöne und saubere Stadt haben“, sagte der langjährige CDU-Ratsherr dem Nordkurier. „Wer das bestreitet, geht nicht mit offenen Augen durch die Stadt.“ Es gebe aber Schwerpunkte wie den Marktplatz mit dem Müllproblem oder den Brodaer Strand und den Aussichtspunkt Belvedere, wo sich in der Vergangenheit Anwohner immer wieder über Lärm durch feiernde Jugendliche beschwerten.

Unveständnis über Müllfrevler und Vandalen

Hans-Jürgen Schwanke hat nach eigenen Worten die Hoffnung, dass sich durch die Regelungen der Stadtverordnung diese „komplizierten Ecken“ noch verändern werden. Ihm ist es auch wichtig zu sagen, dass die neue Stadtverordnung nicht „allein wegen Broda“ gemacht worden sei. „Sie ist für das gesamte Stadtgebiet und für alle Bürger als Hausordnung zu sehen und Polizei, Ordnungsämter sowie die Bürger sind aufgefordert, sie auch umzusetzen.“

Es stinkt dem Ausschussvorsitzenden gewaltig, dass es bei der Disziplin in puncto Müll teils gewaltig hapert. „Ich kann nicht verstehen, wie gleichgültig viele unserer Bürger mit Müll und Dreck umgehen und diese einfach in die Landschaft entsorgen“. Ähnliches Unverständnis herrscht bei dem Kommunalpolitiker über Vandalismusschäden, wie sie jüngst am Arion-Stein am Tollensesee festgestellt wurden.

Freiräume, aber auch Spielregeln

Wenn alle ein bisschen auf ihr Verhalten und das der anderen achten, könnte man es nach Ansicht von Hans-Jürgen Schwanke schaffen, den „guten Grad an Sauberkeit“ in der Stadt zu erhöhen. Wichtig sei dabei, dass die Jugendlichen in Belvedere und Broda „ihre Freiräume“ haben. „Diese müssen wir ihnen geben, sie müssen sich aber auch an Spielregeln halten.“

Der CDU-Politiker hat dabei einen ganz eigenen Vorschlag, wie man junge Menschen an Ordnung und Sauberkeit heranführt. „Mein Vorschlag: In der Verwaltung könnte man darüber nachdenken, gewisse Grünbereiche der Stadt in Patenschaft von Schulen und Klassen zu geben.“ In Kooperation etwa mit städtischen Unternehmen könnten die Schüler im Gegenzug fürs Sauberhalten einen Zuschuss für die Klassenkasse bekommen. „Die Kinder nehmen keinen Schaden, wenn sie in Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit geschult werden und sie kriegen ja auch was dafür.“

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Kommentare (6)

umsetzbar...es sind aber bereits morgens genug ältere menschen da und räumen dort am strand auf....anderer vorschlag die verursacher mit nackten füssen die scherben aus dem see holen lassen....so und nun zu ihnen hoher ratsherr vielleicht stellen sie sich dann mal um ein uhr morgens dort hin mit ihrer ratsherrenkette und halten den jungen menschen einen vortrag über sauberkeit und ordnung in der vier tore stadt.........

Der Malermeister.

und zu anderen Sehenswürdigkeiten incl. Stadtcentrum - ÜBERWACHUNG und SICHERHEITSPERSONAL

Mehr Müllentsorgungsmöglichkeiten, wo diese nötig sind?

aber wird auf dem zweiten Wege nur zu noch mehr Müll führen.... Das klassische Angebots- und Nachfrageprinzip... Wenn ich unterwegs bin ich keinen Mülleimer finde, nehme ich meinen Müll erstmal mit. Und wenns bis nach Hause dauert. Ist dann ein Zeichen von guter Erziehung. Womit wir hier beim Kern des Problems angekommen sind.

davon aus das wir eine saubere Stadt haben. Ja solange man nicht rechts und links vom Weg guckt oder nur das sieht was man sehen will. Angefangen von unzähligen Hundehaufen verpackt oder unverpackt, umherliegenden Müll bis zu etlichen Schmierereien und ungepflegten Grünflächen ist die Stadt sauber. Aber wie will man Ordnung und Sauberkeit durchsetzen wenn im Namen der Freiheit jeder tun und lassen kann was er will. Und jeder weiß doch das im Grunde die Verbote der Stadt niemanden Interessieren siehe Radfahrverbot auf dem Boulevard oder Leinenpflicht für Hunde also warum die ganze Aufregung.