DISCO

Colosseum-Chef tritt üblen Gerüchten entgegen

Um den Neubrandenburger Musiktempel am Rande der Oststadt scheint es entgegen anders lautender Gerüchte besser zu stehen als um manchen anderen Party-Ort in der Stadt.
Das Colosseum ist den Neubrandenburgern schon seit Anfang der 90er-Jahre als Großraumdisko bekannt.
Das Colosseum ist den Neubrandenburgern schon seit Anfang der 90er-Jahre als Großraumdisko bekannt. Paulina Jasmer
Schön ist anders: Die BAZ-Halle gleich hinter dem Colosseum hat auch schon bessere Tage gesehen.
Schön ist anders: Die BAZ-Halle gleich hinter dem Colosseum hat auch schon bessere Tage gesehen. Paulina Jasmer
Die Neubrandenburger Stadthalle steht auf der Denkmalliste und soll – geht es nach dem Willen der Stadt – saniert werden.
Die Neubrandenburger Stadthalle steht auf der Denkmalliste und soll – geht es nach dem Willen der Stadt – saniert werden. Heiko Brosin/Archiv
Neubrandenburg.

Das Coloseum sei pleite und mache dicht. So lautet eines der vielen Gerüchte rund um den Disco-Tempel am Rande der Neubrandenburger Oststadt. Damit würde eine der letzten großen Discos der Region schlussendlich das Zeitliche segnen. Immerhin gibt es das Etablissement schon seit Anfang der 90er-Jahre.

Vorbei die Zeit, in denen Hunderte junge Leute dorthin pilgerten und die Nacht zum Tag machten. Ein Stück Neubrandenburger Musikgeschichte würde mit dem „Coloss“, wie es wohl den meisten Kreisstädtern und ihren Gästen bekannt ist, enden.

Immer weniger junge Leute in Disco

Alles Quatsch, sagt aber Norbert Lüder. Er ist einer der Chefs vom Neubrandenburger Colosseum. Solche Gerüchte zur Schließung gäbe es immer wieder, vor allem jetzt. „Der Sommer lief nicht so gut“, meint er. Kunststück, bei dem schönen Wetter über Wochen hätte es die Gäste eher woanders als in eine Disco hingezogen.

Immerhin, 2000 Leute passten ins Colosseum, sagt er. Wenn dann mal ein paar hundert fehlen, kann es schon mal trist und leer aussehen. Fakt sei jedoch, dass es immer weniger junge Leute gäbe, die es ins Colosseum zieht. „Sie werden älter oder ziehen weg“, so Norbert Lüder, der aber für reifere Partygänger schon eine Idee hat: Es soll extra etwas fürs ältere Partyvolk geschaffen werden.

„Strikt getrennt zum jungen Bereich“, macht er deutlich. Ob er damit an alte Apart-Zeiten, ein benachbarter Club des einstigen Musiktheaters „Alter Schlachthof“, anknüpfen will, lässt er offen. Dieses Angebot soll jedoch im selben Gebäude stattfinden, wo auch das Coloseum beheimatet ist.

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Kommentare (1)

war zwanzig Jahre lang ein richtig "angesagter Laden". Jetzt scheint aber der Ofen dort aus zu sein, wie es im Volksmund so schön heißt.

War in diesem Jahr (2018) dreimal dort, 1x von den Türstehern abgewiesen wegen angeblich vom Alter her nicht zur Zielgruppe der Disko passend, 1x nicht reingegangen wegen Eintritt viel zu teuer (eine Halbwahrheit), 1x knapp einer Schlägerei entkommen, wo drei mann (wahrscheinlich unter Drogeneinfluß stehend) auf mich los sind.
gab sogar ein Weib, daß die drei noch zusätzlich aufgehetzt hat.
Fazit. Das Coloss ist zum richtig üblen Schuppen verkommen.