COVID-19

Corona-Ampel an der Seenplatte steht auf Gelb

Über das Wochenende und am Montag wurden in MV fast 50 neue Corona-Fälle gemeldet. Vor allem im Kreis Mecklenburgische Seenplatte gab es einen deutlichen Anstieg.
Neubrandenburg ·

Die sogenannte Corona-Ampel steht in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns auf Gelb. Wie aus dem Bericht des Landesgesundheitsamtes mit Sitz in Rostock hervorgeht, ist der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte bei dieser Neu-Einstufung hinzugekommen.

48 neue Fälle meldete das Lagus am Montagnachmittag landesweit. 15 Fälle des Coronavirus  stammen demnach von der Seenplatte. Am vergangenen Freitag waren es 43 (+18 Fälle an der Seenplatte). Demnach stieg die sogenannten 7-Tage-Inzidenz von 8,9 am Freitag auf jetzt 13,9 – und damit sprang die Corona-Ampel nun auf Gelb. Diese Einstufung der Gesundheitsbehörde erfolgt ab zehn Fällen je 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Ab einem Wert von 50 gilt eine Region als Risikogebiet und es könnten Corona-Vorschriften verschärft werden.

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Der Landkreis Nordwestmecklenburg hat dem Lagus zufolge nach wie vor die höchste 7-Tage-Inzidenz. Sie beträgt aktuell 15,3 Fälle je 100.000 Einwohner. Am Freitag waren es noch 16,6.

Berlin ist teilweise Risikogebiet

Bis Montagnachmittag wurden landesweit 1295 Corona-Infektionen bestätigt – damit kamen im Durchschnitt auf einen Erkrankten rund acht Kontaktpersonen. Im Landkreis Nordwestmecklenburg waren es demnach zwischen 1500 und 1700 festgestellte Kontakte, in der Hansestadt Rostock rund 1700. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald waren es laut Gesundheitsministerium rund 1400 Kontaktpersonen, im Landkreis Rostock etwa 1200 und rund 1000 an der Mecklenburgischen Seenplatte. Die niedrigsten Werte hatten der Landkreis Vorpommern-Rügen mit rund 825 und die Landeshauptstadt Schwerin mit knapp 640.

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Eine einheitliche und bundesweite Corona-Ampel war bei dem letzten Corona-Gipfel der Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im Gespräch. Berlin hat beispielsweise ein Ampelsystem, das für manche Stadtteile bereits auf Rot steht. Das wird festgelegt, sobald die 7-Tages-Inzidenz bei über 30 Fällen je 100.000 Einwohner steht. Die Bezirke Mitte, Tempelhof-Schöneberg und Friedrichshain haben jeweils über 50 Fälle je 100.000 Einwohner. Charlottenburg-Wilmersdorf hat über 40, und die Bezirke Spandau sowie Reinickendorf über 30. Neukölln kommt sogar auf eine 7-Tagesinzidenz von 87,6 Fällen je 100.000 Einwohnern.

Wie Schleswig-Holstein betrachtet auch Rheinland-Pfalz einzelne Berliner Bezirke als Risikogebiet, wenn die Corona-Neuinfektionen die Zahl von 50 pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche übersteigen. Andere Bundesländer, darunter Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, beziehen sich dagegen auf die Infektionszahl des Landes Berlin insgesamt, die unter dem Grenzwert 50 liegt (aktuell: 41,5).

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Wie aussagekräftig die Infektionszahlen sind, ist allerdings umstritten. Unter anderem der Virologe Hendrik Streeck zweifelt daran, dass politische Maßnahmen rein auf den Zahlen basierend getroffen werden sollten, da nur fünf Prozent der Infizierten eine stationäre medizinische Versorgung benötigen würden. Mehr dazu lesen Sie hier.

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Kommentare (1)

...macht ihr die Leute mit diesen Pseudoschlagzeilen so irre? Es wird nur noch Angst verbreitet. Sicherlich ist die Lage nicht zu verharmlosen. Aber hier fehlt mittlerweile jede Relation. Gerade die Menschen aus dem Bereich Kultur werden hier mit Schauerprognosen und angedrohten Maßnahmen in die Depression getrieben. Gerade fängt man an, die Füße auf den Boden zu bekommen, da kommen die nächsten völlig übertriebenen Berichte auf den Tisch. So viele Stricke kann kein Baumarkt verkaufen, wie sich die Leute bei diesem überbewerteten Hin und Her gern erhängen würden! Die Ampel auf GELB impliziert nur, dass wir kurz vor dem Aus sind. So könnt ihr mit den Gemütern der Leser nicht umgehen!