Vize-OB Peter Modemann CDU): Galoppierender Anstieg (Archivfoto)
Vize-OB Peter Modemann CDU): Galoppierender Anstieg (Archivfoto) Mirko Hertrich
In Neubrandenburg soll es keine Maskenpflicht an belebten Plätzen geben, wie sie der Landrat will. Vize-OB Modemann sagte
In Neubrandenburg soll es keine Maskenpflicht an belebten Plätzen geben, wie sie der Landrat will. Vize-OB Modemann sagte auf der Stadtvertretersitzung am Donnerstag: „Weitere Verschärfungen sind nicht vorgesehen.“ Tim Prahle
Corona-Inzidenz

Corona-Ansteckungen in Neubrandenburg rasant ansteigend

Erstmals wurde in der Stadtvertretersitzung öffentlich ein Wert genannt, wie der Corona-Inzidenzwert für die Stadt Neubrandenburg ist.
Neubrandenburg

Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen spielten naturgemäß auch in der Neubrandenburger Stadtvertretersitzung eine große Rolle. Erstmals wurde nun auch öffentlich ein Wert genannt, wie der Corona-Inzidenzwert für die Stadt Neubrandenburg ist. Er habe in den vergangenen Tagen zwischen 88 und 95 gelegen. Er sei „galoppierend gestiegen“, kommentierte Vize-Ob Peter Modemann (CDU).

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Ratsherr Toni Jaschinski (Die Linke) wollte es am Donnerstagnachmittag einmal genau wissen, denn offizielle Zahlen beziehen sich sonst immer auf den gesamten Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Dessen Inzidenzwert hatte am Donnerstag erstmals die Hunderter-Marke überschritten und war nach Angaben des Landesamtes Gesundheit und Soziales (Lagus) auf 103,5 geklettert.

Keine Verschärfungen der Maskenpflicht vorgesehen

Dennoch solle es in Neubrandenburg keine Maskenpflicht an belebten Plätzen geben, wie sie der Landrat will, führte Modemann aus: „Weitere Verschärfungen sind nicht vorgesehen.“ Die Maskenpflicht werde schon jetzt überall eingehalten, wo sie gültig ist. Mit großem Gedränge sei nicht zu rechnen. „Der Landkreis hatte die Kommune aufgefordert, belebte Plätze zu melden, um dort dann über eine Maskenpflicht zu entscheiden (Nordkurier berichtete). „Wir haben uns entschieden, das nicht zu tun“, schloss Modemann.

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Zahlen für die Stadt „nur für den Dienstgebrauch“

Die Transparenz der aktuellen Fallzahlen wurde später auch noch bei einer Anfrage von SPD-Ratsfrau Ina Paulitschke thematisiert. „Der Landkreis ist groß“, sagte sie. Ob es nicht möglich wäre, die Zahlen für Neubrandenburg regelmäßig zu veröffentlichen. Diesem Anliegen erteilte Modemann eine Absage: „Wir sollten das beim Landkreis lassen.“ Die Zahlen für Neubrandenburg seien nur für den Dienstgebrauch der Stadtverwaltung vorgesehen. Eine noch konkretere Auskunft zur die Corona-Lage der Stadt wolle er daher erst im nicht öffentlichen Teil geben.

 

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