PANDEMIE

Corona-Zahlen in Seenplatte sinken

Die Inzidenzen in etlichen Ämtern des Landkreises sind zurückgegangen, punktuell bleiben sie aber hoch. Weitere Daten wie Alter oder Vorerkrankungen werden in der Statistik jedoch weiter nicht berücksichtigt.
In der Fußgängerzone von Neubrandenburg weist ein Schild auf die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes hin.
In der Fußgängerzone von Neubrandenburg weist ein Schild auf die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes hin. Bernd Wüstneck
Neubrandenburg ·

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In mehreren Regionen der Mecklenburgischen Seenplatte hat sich die Infektionslage in den zurückliegenden Tagen entspannt. Wie die am Dienstag veröffentlichte Ämter-Übersicht der Kreisverwaltung offenlegt, sind in den zurückliegenden sieben Tagen auch die Neuinfektionen in der Kreisstadt Neubrandenburg zurückgegangen. Mit 116 Neuinfektionen sank die Inzidenz dort auf 181,93. Vor einer Woche erschreckte die Kreisstadt der Seenplatte noch mit einem Wert von 297,99.

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In der Feldberger Seenlandschaft wurden acht neue Fälle gelistet. Ebenso zählte das Gesundheitsamt in den Ämtern Friedland, Malchow, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Neustrelitz-Land, Penzliner Land, Seenlandschaft Waren, Woldegk und Dargun weniger als 10 Neuinfektionen.

Angespannte Lage in Altentreptow und Demmin

Angespannt bleibt es allerdings weiterhin im Amt Treptower Tollensewinkel und der Hansestadt Demmin. Dort lagen die Inzidenzen wegen Dutzender Fälle zuletzt noch immer über der 300er-Marke. Im gesamten Landkreis betrug der Wert für die Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner pro Woche laut Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Dienstag 144,5.

„Es ist offenbar so, dass die strengen Vorsichtsmaßnahmen helfen. Abstand halten und sich selbst schützen, dürfte inzwischen für jeden von uns eine Selbstverständlichkeit sein”, sagte Thomas Müller, Zweiter Stellvertretender Landrat und Leiter des Corona-Stabes in der Kreisverwaltung.

Keine detaillierte Aufschlüsselung nach Altersgruppen

Eine tiefergehende Differenzierung der Zahlen – etwa nach Altersgruppen oder Vorerkrankungen der Infizierten – kann aus der Kreisverwaltung unterdessen nicht mitgeteilt werden. Offenbar fehlen dafür die Kapazitäten: „Eine weitere Aufschlüsselung der wöchentlichen Inzidenzwerte je Amtsbereich und Städten kann aufgrund des hohen Arbeitsaufkommens, die eine statistische Aufbereitung der Zahlen bedeuten würden, zurzeit nicht gewährleistet werden”, sagte Kreissprecherin Tilla Steinbach auf Nordkurier-Nachfrage.

Getestet wurden den Angaben zufolge in den vergangenen Tagen durchschnittlich weniger als 200 Menschen am Tag. Aus der Kreisverwaltung wird das damit begründet, dass die Infektionen zuletzt vereinzelt und auf die Fläche verteilt auftraten. Überdurchschnittlich viele Abstriche seien mit 210 aber am Montag genommen worden. Deutlich mehr Menschen würden wiederum täglich die Corona-Hotline des Landkreises wählen. Zwischen 250 und 300 Telefonate über geltende Bestimmungen würden jeden Tag geführt.

Zweit-Impfungen zum Teil verschoben

Zeitgleich regte sich Ärger unter den Pflegekräften, die in dieser Woche ihre zweite Impfdosis erhalten sollen. Denn zum Teil seien die Folge-Impftermine einige Tage nach hinten verschoben worden. Kreis-Sprecherin Till Steinbach verwies auf Nachfrage des Nordkurier allerdings auf Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, nach denen die zweite Impfung noch bis zu 42 Tage nach der ersten Dosis verabreicht werden kann.

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