Laut Anmelder sollen etwa 300 Menschen an der Corona-Demo in Neubrandenburg am 9. November 2020 teilnehmen.
Laut Anmelder sollen etwa 300 Menschen an der Corona-Demo in Neubrandenburg am 9. November 2020 teilnehmen. Simon Voigt
„Merkel muss weg”: Mit einem auffälligen Transparent und einem Spruch, der häufig von rechter bis rechts
„Merkel muss weg”: Mit einem auffälligen Transparent und einem Spruch, der häufig von rechter bis rechtsextremer Seite verwendet wird, standen Demonstranten am 9.11.2020 bei einer Corona-Demo in Neubrandenburg auf dem Marktplatz. Simon Voigt
Demonstration

▶ Corona-Zweifler ziehen lautstark durch Neubrandenburg

Der Star-Arzt der Querdenker konnte nicht nach Neubrandenburg kommen, also zogen die Corona-Zweifler ohne ihn durch die Stadt – und das mit viel Lärm.
Neubrandenburg

Ein lauter Umzug durch das abendliche Neubrandenburg: Trotz kühler Temperaturen haben sich am Montagabend hunderte Corona-Skeptiker zu einer Demonstration zusammengefunden. Laut dem Anmelder sollen es 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sein.

Die Corona-Zweifler versammelten sich am Abend zuerst auf dem Marktplatz, darunter auch viele Kinder, zum Teil mit Laternen. Mehrere Personen trugen ein großes Transparent mit der Aufschrift „Merkel muss weg”. Der Spruch wird unter anderem bei rechten Pegida-Demos häufig skandiert. Auch der umstrittene Querdenker-Arzt Bodo Schiffmann sollte ursprünglich vor Ort sein, wurde aber laut Eigenaussage durch die Polizei wegen eines Einreiseverbots aufgehalten.

+++ Aktualisierung: Einreiseverbot bestätigt - „Querdenker”-Schiffmann muss raus aus MV. +++

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Laute Rufe der Corona-Demonstranten ernten Gegen-Brüller

Auf dem Marktplatz konnten zuerst Leute am offenen Mikro zu den Demonstranten sprechen. Einer zog Parallelen zu der Aufbruchstimmung bei der Friedlichen Revolution 1989. Ein anderer warnte wiederum vor „dunklen Mächten” in Wirtschaft und Politik. Gegendemonstranten gab es keine. Anschließend zog der Demozug unter Aufsicht von etlichen Polizeikräften über den Friedrich-Engels-Ring, in Richtung Kulturpark, dann durch das Rostocker Viertel und weiter durch das Jahnviertel, um dann zurück zum Marktplatz zu ziehen. Dabei machten die Teilnehmer mit Musik, Trommeln und lauten Rufen viel Krach, darunter die Aufforderung „Fernseher aus, kommt mit raus”.

Teilweise schauten Menschen tatsächlich aus ihren Fenstern. Einer war jedoch scheinbar nicht erfreut über die Corona-Skeptiker, ihre Ansichten und den Lärm. Er brüllte: „Haut ab, ihr Arschlöcher!”

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