Manchmal hat das Abkommen von der Straße fatale Folgen, wie Donnerstagmorgen als ein 89-Jähriger in Vorpommern fron
Manchmal hat das Abkommen von der Straße fatale Folgen, wie Donnerstagmorgen als ein 89-Jähriger in Vorpommern frontal gegen einen Baum gekracht war. ©-popksr---stock.adobe.com
Unfall-Ursachen

Darum kommen Autofahrer in der Seenplatte von der Straße ab

Wenn Autos in der Seenplatte von der Straße abkommen, verletzten sich Insassen, zuweilen gibt es Tote. Die Polizei gibt Aufschluss über Ursachen, die anfangs unklar bleiben.
Neubrandenburg

„Aus bislang ungeklärter Ursache ist der Fahrer von der Fahrbahn abgekommen.” Diese und ähnlich lautende Formulierungen sind so oft in Meldungen der Neubrandenburger Polizei zu lesen, dass sich die Vermutung eines rätselhaften Phänomens im Straßenverkehr aufdrängt.

Nicht selten haben solche „Fahrfehler” dramatische Folgen, wie Donnerstagmorgen als ein 89-Jähriger in Vorpommern frontal gegen einen Baum gekracht war. Der Mann verstarb laut Polizei noch am Unfallort an seinen schweren Verletzungen, nachdem er „aus bislang ungeklärter Ursache” von der Landstraße abgekommen war.

Mehr zu dem Unfall: 89-Jähriger stirbt bei Kollision mit Baum

In der Seenplatte haben fünf Menschen auf diese Art im vergangenen Jahr ihr Leben verloren, wie der polizeilichen Unfallstatistik zu entnehmen ist. Insgesamt hat es im Landkreis 2021 demnach 9216 Verkehrsunfälle gegeben. 737 davon entfallen auf die Unfallart „Abkommen von der Fahrbahn”, teilt eine Polizeisprecherin auf Nordkurier-Anfrage mit und fügt an, dass dabei in 157 Fällen Personen zu Schaden gekommen sind.

Doch wie kommt es dazu? Welche Ursachen treten zu Tage, wenn das bislang Ungeklärte zweifelsfrei fest steht? Bei den betreffenden 157 Unfällen in der Seenplatte mit Toten und Verletzten ist in der Polizeistatistik 53 mal „Geschwindigkeit” als Ursache vermerkt. 50 mal kam es demnach zu einem Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot.

Lesen Sie auch: Tote Mutter und Baby bei Neubrandenburg – Unfallursache weiter unklar

An dritter Stelle folgt in 23 Fällen Alkohol am Steuer. 5 Mal waren Überholmanöver missglückt, 3 mal waren Vorfahrtsfehler der Auslöser und bei 2 Unfällen kam es aufgrund zu geringen Abstands zu Unfällen, nach denen es zunächst hieß, der Fahrer sei aus bislang unbekannter Ursache von der Straße abgekommen.

Mit Blick auf die fünf Unfalltoten, erläutert die Polizeisprecherin, dass diese Unfallart mit zu den schwersten Verkehrsunfällen im Zuständigkeitsbereich der Neubrandenburger Polizei „insbesondere wegen der Baumberührungen” führt.

 

zur Homepage