DOCH KEIN ROCKER-KRIEG?

„Boss“ von Neubrandenburg erklärt Gründe für Drohvideo

Der Präsident des Notorious M.C. Nomads Germany hatte in einem Video Gebietsansprüche für Neubrandenburg angemeldet. Der Anfang eines Rocker-Kriegs? In einem Statement für den Nordkurier gibt der Mann andere Gründe für das Drohvideo an.
Jörg Franze Jörg Franze
Während er über den Neubrandenburger Marktplatz läuft, sagt der südländisch aussehende Mann in eine Selfie-Kamera: „Diese Stadt gehört mir, ich bin hier der Boss.”
Während er über den Neubrandenburger Marktplatz läuft, sagt der südländisch aussehende Mann in eine Selfie-Kamera: „Diese Stadt gehört mir, ich bin hier der Boss.” Simon Voigt
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Neubrandenburg.

Aggressiv, laut und martialisch – so kommt der selbst ernannte neue „Boss“ von Neubrandenburg in seinem im Internet verbreiteten Drohvideo rüber. Als Präsident des Notorious M.C. Nomads Germany beanspruchte er darin die Stadt für sich und seinen Club bzw. seine „Familie“. Doch der bärtige Mann mit dem bösen Blick aus dem Video kann auch leiser. Zumindest geht er deutlich höflicher und mit einem ausführlichen Statement auf den vom Nordkurier unternommenen Versuch der Kontaktaufnahme und die Frage nach seinen Beweggründen ein.

„Ich trete in meinem Video ... sehr aggressiv auf, bin temperamentvoll und meine Wortwahl ist sehr gewagt“, gibt der Mann, der sich im Internet „Alphonse Capone“ nennt, zu. Doch das habe seinen Grund in einer von ihm und seiner Familie in Neubrandenburg erlebten allgemeinen Ausländerfeindlichkeit, wie er behauptet. „Ich rede im Namen von all denen, die hier tagtäglich niedergemacht werden, im Namen von denen, die sich nicht trauen, etwas zu sagen und in dem Namen von denen, die einfach Angst haben“, schreibt er. In Neubrandenburg sei es zu lange leise gewesen.

+++Hier finden Sie des Erklärung des Notorious-Präsidenten zum Drohvideo im vollen Wortlaut.+++

„Hier leben nicht nur meine Frau und ich, sondern hunderte andere Bartträger mit südländischer Herkunft, Frauen mit Kopftüchern, Kinder mit schwarzen Haaren und und und... Ich rede im Namen von all diesen Menschen, die aufgrund ihrer Herkunft niedergemacht werden. Ich bin die Stimme von all diesen Personen!“ Er würde sich genauso für Menschen anderer Herkunft oder für Tiere einsetzen, fügt „Alphonse Capone“ hinzu, „für jeden, der ungerecht behandelt wird!“

Familie hat traurige Erlebnisse gehabt

Seine Aggressivität im Video habe mit eigenen Erlebnissen in Neubrandenburg zu tun, führt er weiter aus und berichtet von negativen Erfahrungen, die er, seine Frau und weitere Familienmitglieder in Neubrandenburg hatten. „Wir sind beide hier geboren, meine Frau ist deutsche Staatsbürgerin seit Geburt, selbst ihre Eltern sind in Deutschland geboren. Wir alle sprechen fließend Deutsch, dennoch kann ich meine Frau nicht alleine einkaufen schicken.“ Sie trage ein Kopftuch und sei schon mehrfach deswegen verbal attackiert worden. „Es fliegt Müll vom Balkon, an der Kasse heißt es: ,Raus aus unserem Land‘, ein andermal wird man fast auf dem Parkplatz angefahren.“

Besonders die Familie seiner Frau, die aus Bayern stammt, habe traurige Erlebnisse gehabt, behauptet er weiter. Ihnen seien an der Kasse Worte wie „Eselficker und Isis-Anhänger“ an den Kopf geschmissen worden. Dabei gehöre ein Vollbart längst auch in Deutschland zur Mode und sei kein Zeichen der politischen Einstellung. Eigentlich sei Neubrandenburg eine schöne Stadt, „dies war auch der Grund, warum wir hierher kamen.“

Erlebnisse mit Bandidos-Anhängern

Das Ziel sei gewesen, hier zur Ruhe zu kommen, da in Berlin, wo die Familie zuvor lebte, alles viel stressiger zugehe. Doch immer wieder schlage ihm und seiner Familie Feindseligkeit entgegen, meist mit Blicken oder manchmal sogar mit Worten. Menschen, die sich so verhalten würden, seien für ihn „Nazis“, gibt sich der Mann aus dem Droh-Video kompromisslos.

Besonders mit Bandidos-Anhängern habe er negative Erlebnisse gehabt, sagt „Alphonse Capone“ weiter. Das Bild von ihm und einigen Leuten vor dem Neubrandenburger Clubhaus der Bandidos habe deshalb seinen Grund. Ergänzende Fragen zu seinen Behauptungen hat er bisher aber noch nicht beantwortet, schließt aber sein Statement mit einer relativ „friedvollen“ Bemerkung: „Neubrandenburg ist schön und soll für alle schön bleiben.“

 
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Kommentare (9)

armer armer boss von nb es fliegt müll vom balkon sie werden beleidigt und angefeindet....
sind sie nicht bis vor kurzem mit zwei pistolen im netz zu sehen gewesen sind sie nicht über unseren marktplatz stolziert mit ihrem bruchteil vom neurodermitis mc und sie können natürlich sehr gut deutsch das hat man gesehen und gehört sehr gut schmettern sie das wort hurrensohn ratten meine stadt.....
und sie wundern sich das sie angefeindet werden und sie sind der sprecher der unterdrückten menschen und tiere....
wer soll ihnen diesen quatsch den hier glauben
das nix ihre stadt!!!!!

Die richtigen Leute werden ihm zeigen was ihm gehört, warum lebt er nicht in seiner Heimat, was will er hier um sonst leben ?

In seinem Land, kann er Krieg machen so viel er will, aber da gibt es keine Sozialhilfe, und machen sic h hier ein fetten

Das läuft wohl eher unter feindlicher Landnahme und Abstecken von Claims.
Damit wäre wohl die These, daß die im Nordosten ein Rechtsproblem haben, obwohl wir wenige Ausländer oder dbzgl. Probleme (Integration) hätten, widerlegt. Die Opferrolle glaubt denen eh keiner. Hier ist nicht Neukölln!

Man kann ja mal "Alphonse Capone" bei Facebook eingeben und sehen das seine "Familie" und die "Menschenrechte" sein Hauptanliegen sind...
Er ist einfach nur ein Bandenchef, Punkt.

Neubrandenburg ist Deutsch, und bleibt Deutsch, mit allen Mitteln der Macht

Neubrandenburg, ist Deutsch, und bleibt Deutsch

So viel wird zensiert und sowas bekommt eine Stimme. Er sollte besser zurückkehren.

Wird Zeit das wieder Ruhe einkehrt in NB, also ab in den Knast oder unter die Erde mit ihm!