Die Arbeiten an der Eisenbahnüberführung stehen kurz vor dem Abschluss. Allerdings bleibt die Straßensperrung
Die Arbeiten an der Eisenbahnüberführung stehen kurz vor dem Abschluss. Allerdings bleibt die Straßensperrung weiterhin bestehen. Felix Gadewolz
Die komplette 20 Millionen Euro teure Baumaßnahme soll bis zum 30. Juni abgeschlossen sein.
Die komplette 20 Millionen Euro teure Baumaßnahme soll bis zum 30. Juni abgeschlossen sein. Felix Gadewolz
Bahnstrecke Altentreptow

Dauer-Baustelle der Bahn – Lange Umwege und Zugausfälle

Zwar können Fußgänger und Radfahrer die Bahn-Baustelle in Altentreptow mittlerweile wieder ungehindert passieren, Autofahrer müssen aber weiterhin lange Umwege in Kauf nehmen.
Altentreptow

Die guten Nachrichten zuerst: Die Arbeiten an der neuen Eisenbahnüberführung Altentreptow sind so gut wie abgeschlossen. Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn AG auf Nordkurier-Anfrage erklärte, sei die ausführende Firma gerade dabei, die noch fehlenden Brückenkappen zu erstellen. Sobald das erledigt ist, gibt es in der Barkower Straße zwar wieder eine Brücke, über die Bahnreisende von und nach Altentreptow kommen können, ein Ende der Baumaßnahme ist aber noch lange nicht in Sicht. Denn in einem nächsten Schritt müssten weitere Arbeiten bei den Oberleitungsanlagen, im Gleis- und Tiefbau sowie im Bereich der Straße durchgeführt werden.

Überdachter Tunnel hilft beim Überqueren

Zumindest was das über Wochen andauernde Überquerungsproblem der Anwohner betrifft, hat die Bahn als Bauherr Wort gehalten. Von der ursprünglichen Rampe, die aufgrund ihrer steilen Bauweise nie freigegeben wurde, ist inzwischen kaum noch etwas zu erkennen. Stattdessen gibt es seit einiger Zeit die Möglichkeit, die Baustelle durch einen überdachten Tunnel, der unter der Brücke entlang führt, sicher zu passieren. Wann die eigentlich schon für Mitte Dezember angekündigte Freigabe der gesperrten Straße erfolgen kann, lasst sich hingegen derzeit nicht abschätzen. „Die zurückliegenden Stürme im Februar und die schwierige Marktsituation bei der Lieferung von Baumaterialien führen aktuell dazu, dass der Zeitplan für das Bauvorhaben in Überarbeitung ist“, hieß es dazu vonseiten der Bahn. In Anbetracht der noch ausstehenden Arbeiten ist somit jetzt schon klar, dass die Straßensperrung auch über den 30. April hinaus andauern wird – sehr zum Leidwesen der Autofahrer, die seit Monaten in Richtung Loickenzin einen knapp zehn Kilometer langen Umweg in Kauf nehmen müssen.

Auch Zugverkehr weiter eingeschränkt

Auch im Zugverkehr läuft nicht alles so wie geplant. „Wegen unvorhergesehener Schwierigkeiten im Abschnitt Demmin-Neubrandenburg mussten wir im Bauablauf leider einige Änderungen vornehmen. Unsere Arbeiten und damit auch die Einschränkungen auf dieser Strecke dauern noch bis zum 15. Mai an. Dazu kommt unsere bereits angekündigte Sperrung zwischen Stralsund und Grimmen ab dem 4. April“, teilte die Bahn mit. Auf diesen Linien werden also weiterhin Busse eingesetzt. Die genauen Fahrzeiten des Ersatzverkehrs sowie die Anschlussregelungen können im Internet unter bauinfos.deutschebahn.com/fahrplan-aenderungen eingesehen werden.

Wenn es zu keinen zusätzlichen Verzögerungen kommt, soll die komplette 20 Millionen Euro teure Baumaßnahme bis zum 30. Juni abgeschlossen sein. Bleibt zu hoffen, dass es angesichts anhaltender Lieferschwierigkeiten und Materialengpässe in der Baubranche auch wirklich dabei bleibt.

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