STADTBUSSE BEKOMMEN SIEGEL

Dekra checkt, wie gut die Schulbusse wirklich sind

Wie gut sind unsere Schulbusse? Die Dekra hat die Neubrandenburger Verkehrsbetriebe auf Herz und Nieren geprüft. Von der Werkstatt bis zur Planung des Streckennetzes wurde alles angeschaut.
Die Arbeit hat sich gelohnt: Lisa Schinke und Werkstattmeister Frank Compart können das Gütesiegel der Dekra an diesem Neubrandenburger Stadtbus anbringen. Ein Jahr lang dürfen die Fahrzeuge damit fahren, dann wird wieder geprüft.
Die Arbeit hat sich gelohnt: Lisa Schinke und Werkstattmeister Frank Compart können das Gütesiegel der Dekra an diesem Neubrandenburger Stadtbus anbringen. Ein Jahr lang dürfen die Fahrzeuge damit fahren, dann wird wieder geprüft. Ingmar Nehls
Neubrandenburg ·

Eine gute Nachricht für alle Eltern, die morgens ihre Kinder in den Bus steigen lassen: Zum dritten Mal in Folge hat die Dekra die Neubrandenburger Verkehrsbetriebe (NVB) geprüft. Zum dritten Mal in Folge kann das Unternehmen das grüne Gütesiegel an die 30 Busse kleben. Was nach einem Selbstläufer klingen mag, ist aber das Ergebnis von harter Arbeit, wie NVB-Geschäftsführer Jürgen Schoberth sagt. Denn jeder Unternehmensteil, von der Werkstatt bis zum Fahrplan, wurde unter die Lupe genommen.

Warum ist es wichtig, dass die Busse schülerfreundlich sind? Nun ja, wochentags beträgt der Anteil der Schüler 42 Prozent der Fahrgäste. Das heißt, dass allein im ersten Quartal des Jahres 513854 Schüler, Studenten und Auszubildende befördert wurden. 1735 Schüler haben eine Fahrkarte, die vom Landkreis finanziert wird. Damit können die Schüler kostenlos zur Schule und zurück fahren. Weil einige Schüler aber am Nachmittag auch noch zu Vereinen oder zur Musikschule fahren wollen, bietet das Unternehmen seit knapp einem Jahr eine erweiterte Schülerfahrkarte Plus an. Für 41 Euro im Jahr können alle Besitzer der Schülerfahrkarte so viel Bus fahren, wie sie wollen. Bisher nutzen das schon 740 Schüler. "Wir rechnen aber mit einem deutlichen Zuwachs", sagt Jürgen Schoberth. Die Papierkarten werden im nächsten Schuljahr durch Plastikkarten ersetzt. Der Gang zur Mobilitätszentrale am Bahnhof mit einem aktuellen Passbild bleibt den Schülern aber nicht erspart.

Damit die Busse so fahren, dass die Schüler nicht unnötig lange vor Schulbeginn warten müssen, gibt es regelmäßige Abstimmungsrunden mit den Schulleitern und auch den anderen Verkehrsunternehmen, die den Überlandverkehr organisieren. Dass es ab und zu passieren kann, dass sie Busse überfüllt sind, lasse sich aber nicht vermeiden, wenn man die Kosten im Blick behält, sagt Schoberth. Voll im Bus wird es punktuell immer dann, wenn das Wetter schlechter wird und die Schüler das Fahrrad stehen lassen.

 

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