Kundgebungen in Neubrandenburg

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Demos von Muslimen, AfD und Linken bleiben friedlich

Muslime der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinschaft wollten am Samstag in Neubrandenburg im Dialog Missverständnisse über den Islam aus dem Weg zu räumen.
Muslime der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinschaft wollten am Samstag in Neubrandenburg im Dialog Missverständnisse über den Islam aus dem Weg räumen.
Carsten Korfmacher

Am Samstag kam es auf dem Neubrandenburger Marktplatz gleich zu drei Kundgebungen: Muslime wollten über den Islam aufklären, die AfD dagegen aufbegehren und linke Gruppen gegen die AfD demonstrieren.

Muslime der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinschaft haben am Samstag auf dem Neubrandenburger Marktplatz den Dialog mit Bürgern gesucht, um über den Islam aufzuklären. Rund zehn Mitglieder der reformierten islamischen Gemeinde sind vormittags aus Hamburg in die Viertorestadt gereist, um ihre rund drei Monate andauernde Tour durch Mecklenburg-Vorpommern zu beginnen.

In den kommenden Monaten wollen Gemeindemitglieder immer wieder vor allem in den Osten Mecklenburg-Vorpommerns kommen, um mit den Menschen über den Islam zu sprechen. Die Touren laufen unter dem Motto „Liebe für alle, Hass für keinen”.

„Von einigen Menschen mussten wir uns dumme Sprüche anhören, doch darauf waren wir schon vorbereitet”, sagt der 18-jährige Schüler Mohamad Saawaiz Khan, der sich ehrenamtlich in der Ahmadiyya-Gemeinde engagiert. „Mich freut, dass viele Leute trotz ihrer Skepsis angehalten und mit uns gesprochen haben”, so Khan.

Selbst die AfD ist zufrieden

Die Gemeinschaft befürwortet die Trennung von Kirche und Staat, steht für die Gleichberechtigung von Mann und Frau ein und spricht sich gegen jede Form von Gewalt aus. „Im Islam ist Gerechtigkeit das höchste Gebot. Und eine Gesellschaft, in der sich alle Kulturen und Religion an unabhängige staatliche Gesetze halten ist gerechter als eine, in der eine Religion die Gesetze für alle bestimmt”, sagt Adnan Mahmood von der Hamburger Ahmadiyya-Gemeinde.

Im Vorfeld der Veranstaltung hatte der AfD-Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte und die Nachwuchsorganisation Junge Alternative zu einem Gegenprotest mobilisiert. Angeführt wurde die Demonstration vom Neubrandenburger Bundestagsabgeordneten Enrico Komning, der die Ahmadiyya-Gemeinde im Vorfeld noch als „Wolf im Schafspelz” bezeichnete. Komning besuchte die Muslime an ihrem Stand und diskutierte rund eine Stunde mit ihnen über den Islam und seinen Stellenwert in der deutschen Gesellschaft – und zeigte sich anschließend zufrieden.

Linke Gruppen melden Spontandemo an

„Ich bin zwar noch nicht hundertprozentig überzeugt, dass die Ahmadiyya-Bewegung immer das Grundgesetz über den Islam stellt, doch ich kann vielem zustimmen, was die Gemeindemitglieder mir heute über ihre Sicht des Islam erzählt haben”, sagte Komning. Bedauernswert sei, dass nicht mehr Muslime in Deutschland diese liberale, weltoffene Deutung des Islam pflegten. Die Ahmadiyya-Muslim-Gemeinschaft hat in Deutschland rund 40.000 Mitglieder.

Nachdem bekannt wurde, dass sich die Ahmadiyya-Gemeinde und die AfD am Samstag auf dem Marktplatz versammeln würden, formierte sich bereits am Freitagabend in den sozialen Netzwerken eine dritte Gruppe bestehend aus den Jugendorganisationen der Linken, der SPD und anderer linker Gruppen. Der stellvertretende Landesvorsitzende der Jusos in MV, Felix Willer, meldete daraufhin am Samstagmorgen eine Spotandemo an. „Uns war wichtig, als Teil der Zivilbevölkerung ein Zeichen zu setzen und deutlich zu machen, dass Neubrandenburg mehr kann als Hass und Hetze – nämlich bunt und vielfältig sein”, sagte Willer.

Kommentare (12)

Ja,prima, gleichzeitig dreht in Lübeck in einem Reisebus ein Islamist durch, verletzt 10 Menschen. Das zeigt ,wie sie sind ,mit wenigen Ausnahmen. Man darf sich nicht einlullen lassen!!!

Man sieht doch anhand der stattfindenden Entwicklung, dass solche Verbrechen wieder und wieder und wieder vorkommen werden, und jeder, der es anspricht, wird jedesmal erneut wie konditioniert niedergekeift. Den Opfern wird so etwas entscheidendes verwehrt, nämlich ein Umschwenken hin zu verantwortlicher Politik, die sämtliche Fehler der letzten Jahre konsequent korrigiert, damit die Zerstörung der deutschen Gesellschaft und ganz Westeuropas endlich beendet wird.

HIHRKE, bei Ihrem Kommentar müsste man meinen alle Deutschen, Christen etc. wären so oberflächlich in ihren Einstellungen wie die Ihre. Gott sei Dank ist dem nicht so. Denn die Mehrheit unserer Bevölkerung gibt nichts auf die Hetze die bestimmte Gruppierungen verbreiten. Ich gebe Ihnen recht, man darf sich nicht einlullen lassen. Mit einem gesunden Verstand und Auge das Gesamtbild betrachten. Und da werden wir feststellen, dass es Chaoten, Straftäter etc. wie auch rechtschaffende Menschen in allen Bevölkerungsgruppen gibt.

Herr oder Frau hihrke, Sind Sie ein Meister des sinnlosen Zusammenhangs ? Während dieser Körperverletzung - für die es sehr vermutlich med. Ursachen gibt und deren Opfer mein Mitgefühl haben - der Angreifer jedoch meine ernst gemeinten wünsche für eine humane und gerechte Behandlung- war meine Tochter auf der Toilette, in China fiel ein Sack Reis um,starben Kinder an Mangelernährung oder durch Bomben. Was soll das ? Es gibt keinen Zusammenhang zwischen der Demo und diesen Vorfall- es sei der, dass wir in einer Welt leben, die man mit durch nachdenkliches und humanes handeln besser machen kann.

Der Zusamenhang ist dadurch gegeben, dass man in den vergangenen Jahren und Monaten einen signifikanten Anstieg von Straftaten gegen das Leben aus dem an sich recht vielschichtigen Islam-Millieu verzeichnet. Und genau das soll - ohne echte Gegenargumentation - etwa mit der Feststellung, sowas hätte es schließlich immer schon gegeben und die erkennbar berechtigte Kritik wäre irgendwie "rechtspopulistische Angstmache", übertönt werden. Eine stetig wachsende Zahl von Kritikern der dafür verantwortlichen Politik (siehe etwa die Wahlergebnisse), auch zu erkennen an solchen Zusammenhänge aufzeigenden Kommentaren wie von HIHRKE, zeigt, dass das natürlich nicht funktioniert. Da ist noch viel Aufklärungsarbeit nötig, und es ist zu befürchten, dass der kulturelle Zusammenprall, der hier gerade "live" stattfindet, noch viele Menschenleben kosten dürfte.

Die ganzen Panikmacher hier, die sich vermutlich selbst nur alles aus der Blöd Zeitung anlesen, sollten bei soviel Paranoia einen Arzt konsultieren. Pure Panikmache... Ihr Angsthasen gibt's in eurem Heimatland eigentlich überhaupt noch etwas Gutes? Klar haben wir Probleme in Deutschland, jedoch hilft es nicht ständig neue Parolen durchs Land zu hetzen. Engagiert euch gesellschaftlich, dann wird auch etwas bewegt.

Das übliche Gezeter der Gutmenschen, die Tatsachen und Fakten weg- bzw schönreden.

Das übliche Gezeter der Gutmenschen, die Tatsachen und Fakten weg- bzw schönreden.

Das übliche Gezeter der Gutmenschen, die Tatsachen und Fakten weg- bzw schönreden.

Das übliche Gezeter der Gutmenschen, die Tatsachen und Fakten weg- bzw schönreden.

Das übliche Gezeter der Gutmenschen, die Tatsachen und Fakten weg- bzw schönreden.

Im Gegensatz zu Ihnen sind diese von Ihnen betitelten "Gutmenschen" jedoch bereit etwas für die Gesellschaft und ihr Land zu tun. Menschen wie Sie sind lediglich im Nachlabern ideologisch vergifteter Parolen gut. Da hilft auch der zittrige Finger zum Absenden eines Forenbeitrags nichts.