Denkmal

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Karl Marx wird wieder in Neubrandenburg aufgestellt

Über den künftigen Standort des Karl-Marx-Denkmals wird die Stadtverwaltung entscheiden.
Über den künftigen Standort des Karl-Marx-Denkmals wird die Stadtverwaltung entscheiden.
Bernd Wüstneck

Die Stadtvertreter von Neubrandenburg haben zugestimmt, das jahrelang eingelagerte Karl-Marx-Denkmal wieder aufzustellen. Es gab auch schon einen Vorschlag wo - dieser floppte allerdings.

Auf eine Spende von 10.000 Euro kann die Stadt Neubrandenburg bei der Wieder-Aufstellung des seit Jahren eingelagerten Karl-Marx-Denkmals zurückgreifen. Der Annahme dieser Summe, die in dieser Höhe eines Votums der Stadtvertretung bedarf, stimmten am Donnerstag 16 Abgeordnete zu – bei acht Gegenstimmen und zehn Enthaltungen.

Denkmal-Standort weiter unklar

Über den künftigen Standort, der auch mit Erklärungen zum historischen Kontext versehen werden soll, wird nun die Stadtverwaltung entscheiden. Der zunächst an den Spendenbeschluss gekoppelte Vorschlag, das Denkmal an der Regionalbibliothek zu platzieren, war nach kontroversen Diskussionen aus der Beschlussvorlage gestrichen worden. Somit geben die Stadtvertreter in diesem Punkt die Entscheidungsgewalt ab.

Keine Mehrheit fand zuvor SPD-Ratsherr Jörg Albrecht mit einem Änderungsantrag, in dem er für eine Aufstellung im Kulturpark plädierte. Es gehe in der Debatte nicht nur um ein Denkmal, sondern um Geschichtswahrnehmung, mahnte er. Der gut zugängliche, aber nicht innenstädtische Standort könne für Verfechter wie auch Gegner des Denkmals konsensfähig sein. 19 der 34 Anwesenden votierten dagegen.