Unsere Themenseiten

:

Der Blick ins Stargarder Land ist nun wieder frei

Der Blick auf den Burg Stargarder Bergfried von Sabel aus. Seit September des vergangenen Jahres wurde der Turm saniert. Jetzt ist er wieder zu besteigen und man kann den Blick ins Stargarder Land genießen.  FOTos Bärbel Gudat:

VonBärbel GudatÜber ein halbes Jahr mussten die Burgbesucher auf einen Turmaufstieg verzichten.Burg Stargard.Der Zettel an der Kasse ist verschwunden. Wegen ...

VonBärbel Gudat

Über ein halbes Jahr mussten die Burgbesucher auf einen Turmaufstieg verzichten.

Burg Stargard.Der Zettel an der Kasse ist verschwunden. Wegen der Bauarbeiten am Burgturm sei der nicht geöffnet, verkündete das Papier seit Herbst des Vorjahres. Die Besucher mussten bis zum Wochenende auf den Blick ins Stargarder Land verzichten.
Der lange Winter war schuld, dass die Reparaturen so lange dauerten, heißt es aus der Verwaltung. Es gab hoch oben einiges zu tun: Der Dachkegel war durch Regen und Wind marode. Die Handwerker von der Firma Bernd Werdermann ersetzten dort einzelne Steine, verfugten sie neu. Eine Sisyphusarbeit, von der der Laie kaum etwas bemerkt. Außerdem wurde der Laufgang saniert. Die Lauffläche ist mit einer besonderen Masse gesichert, „die sogar Autos aushalten würde“, versicherte der Burg Stargarder Bauamtsleiter Tilo Granzow. Im Inneren des Turms mussten verfaulte Holzstützen und der Fußboden ausgetauscht werden. Diese Zimmererarbeiten hat die Firma Hicke sehr sensibel ausgeführt. Neues und altes Holz ist zu erkennen. Zum Abschluss wurden auch noch die Zinnen hergerichtet. In mühevoller Arbeit ersetzten Jörg Jamm und Reiko Karberg Stein für Stein an den Zinnen. „Jetzt ist alles wieder perfekt“, freute sich Vorarbeiter Jörg Jamm.
Die Wiedereröffnung des Bergfrieds auf der Stargarder Burg soll nun mit einem Familientag gefeiert werden. Am Sonnabend von 13 bis 18 Uhr können sich die Burgbesucher zum Beispiel von den Gewandschneiderinnen einkleiden lassen. Als Burgfräulein oder Knappe ausstaffiert, kann man sich fotografieren lassen. Heiratswillige, aber auch alle anderen, haben außerdem die Chance, das Standesamt im Damenflügel der Burg anzuschauen.
Die Kinder können filzen, Stoffbeutel bedrucken und Märchen hören. Mittelalterliche Musik wird gespielt. Im Kräutergarten hinter dem Amtsreiter bieten die Kräuterfrauen Kaffee und Kuchen an. Um 14 Uhr beginnt eine öffentliche Burgführung.

Kontakt zur Autorin
b.gudat@nordkurier.de