NEUBRANDENBURGER KULTURPARK

Der erste Rummel nach Corona

Die Neubrandenburger und ihre Gäste können sich auf die erste Großveranstaltung in diesem Jahr im Kulturpark freuen. Ein Rummel wird aufgebaut. Die Veranstalter verbinden damit jede Menge Hoffnung.
Heike und Günter Backhaus, Robin Thiede und Thomas Pfitzner (von links) vermessen die Festwiese im Neubrandenburger Kultu
Heike und Günter Backhaus, Robin Thiede und Thomas Pfitzner (von links) vermessen die Festwiese im Neubrandenburger Kulturpark. Dort soll ab nächstem Freitag ein Rummel stattfinden – statt des sonst sehr beliebten Oktoberfestes. Paulina Jasmer
Neubrandenburg.

Mit Maßband und Sprühdose ausgestattet, schreiten Thomas Pfitzner, Robin Thiede und das Ehepaar Backhaus die Neubrandenburger Festwiese ab. Nachdem der Zirkus dort seine Zelte abgebrochen hat, ist nun das Quartett an der Reihe. Denn ein Hauch von Euphorie liegt in der Luft – wenn auch nicht ganz unbeschwert.

Thomas Pfitzner aus Feldberg plant mit zahlreichen Aus- und Schaustellern einen Rummel, der ab kommendem Freitag im Kulturpark zu erleben sein soll. Ein Zeitpunkt, zu dem normalerweise das Oktoberfest in Neubrandenburg eingeläutet worden wäre. Bezeichnend für diese Veranstaltung ist jedoch das große Festzelt. Doch für die Kontrolle, dass beispielsweise Abstandsregeln eingehalten werden, müssten eine Menge Security-Leute engagiert werden – ein immenser Aufwand, auf den Thomas Pfitzner verzichtet. Überhaupt werde es auch kein Kulturprogramm auf Bühnen geben – wie vom Pfingstfest bekannt –, weil sich keine Zuschauer ansammeln sollen.

Schausteller lechzen nach Veranstaltungen

Nichtsdestotrotz werde den Besuchern einiges geboten, werben beispielsweise Heike und Günter Backhaus sowie Robin Thiede die Werbetrommel. Insbesondere die Schausteller lechzen nach solchen Veranstaltungen. „Es ist unsere erste in diesem Jahr“, sagt Günter Backhaus. Ihm und seiner Frau – sie kommen aus Demmin – geht das alles ziemlich nahe. Immerhin sei die Familie schon seit mehr als 135 Jahren im Schaustellergeschäft. Mit Ungewissheit sind sie bisher durchs Jahr gegangen und auch mit einem zusätzlichen Kredit. Ab Freitag bieten sie Losbude, Schießstand und Greifer an.

Ums Geld geht es auch bei Robin Thiede aus Torgelow. Mit dem Kinderkarussell „Drachen“ werden er und seine Mutter anreisen. Der musste aufwendig repariert werden – mitten im Corona-Jahr, das finanziell ein Desaster für die Branche war.

Noch 2000 Osterhasen im Kühlschrank

Der Rummel im Kulturpark ist jeweils mittwochs und donnerstags von 14 bis 20 Uhr geöffnet, freitags von 14 bis 22 Uhr, samstags von 12 bis 22 Uhr und sonntags von 12 bis 20 Uhr. Der Mittwoch wird als Familientag ausgewiesen und mit Vergünstigungen angeboten. Bis 11. Oktober ist der Freizeitpark aufgebaut.

Thomas Pfitzner freut sich, dass es jetzt wieder ansatzweise losgeht. Vor allem hofft er, dass es im kommenden Jahr regelmäßiger Veranstaltungen gibt. Immerhin sollte schon 2020 das erste Jahr werden, in dem er Oster-, Pfingst- und Oktoberfest in Neubrandenburg veranstalten kann. Die Premiere des Osterfestes musste er auf 2021 verschieben. „Von dieser Veranstaltung liegen noch 2000 Osterhasen in der Kühlung“, sagt er. Wegen des Lockdowns durften sie nicht einmal verschenkt werden. Bis Sommer 2021 gilt deren Mindesthaltbarkeitsdatum.

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