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Rostocker Straße

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Der nächste Stau am Neubrandenburger Ring kündigt sich an

Der Pflasterstreifen ist seit ein paar Monaten Teil des Neubrandenburger Verkehrs. Das wird wohl auch noch eine Weile so bleiben. 
Der Pflasterstreifen ist seit ein paar Monaten Teil des Neubrandenburger Verkehrs. Das wird wohl auch noch eine Weile so bleiben.
Paulina Jasmer

Nach der Baustelle ist vor der Baustelle: Auf Höhe der Ampel Rostocker Straße müssen demnächst wieder Bauarbeiter ran – und das hat mit der Ringsanierung nur bedingt zu tun.

Zu sehen ist vielleicht nicht viel, aber wohl jeder Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer in Neubrandenburg hat schon Bekanntschaft mit dem schmalen gepflasterten Straßenstück auf Höhe der Ampel Rostocker Straße gemacht, die in den Friedrich-Engels-Ring mündet. Seit etwa drei Monaten sorgen dort graue Steine für ein Ruckeln beim Abbiegen.

Muss nun an dieser Stelle wieder mit einem Engpass gerechnet werden, weil die Bauarbeiter noch mal an die Pflastersteine ran müssen? Ja, bestätigt nun ein Mitarbeiter des Straßenbauamtes Neustrelitz auf Nordkurier-Nachfrage. Wann die Baustelle eingerichtet werde, stehe noch nicht fest.

Straße sollte eigentlich nicht aufgemacht werden

Fakt sei allerdings, dass diese Arbeiten dann in Zusammenarbeit mit den Neubrandenburger Stadtwerken geschehen werden. „Normalerweise war es eigentlich nicht vorgesehen, die Straße an dieser Stelle im vergangenen Jahr überhaupt aufzumachen“, heißt es aus dem Straßenbauamt. Sogenannte Schutzrohre sollten einst unterirdisch mittels einer Rakete auf die andere Straßenseite gelangen. Doch „aufgrund diverser Hindernisse“ sei die Rakete bei den Bohrungen abgerissen, in dessen Folge die Straße dann doch geöffnet werden musste. „Zum einen um die Rakete herauszuholen, und zum anderen um die Schutzrohre zu verlegen“, erklärt der Fachmann weiter.

Bei den Kabelverlegearbeiten ist laut einer Sprecherin der Neubrandenburger Stadtwerke festgestellt worden, dass der Regenwasserkanal beschädigt ist. Aufgrund des damals sehr eng getakteten Zeitplans – die Maßnahme erfolgte an einem Wochenende – konnten die Arbeiten nicht sofort durchgeführt werden.

Asphaltarbeiten im Winter ohnehin nicht machbar

„Der Kabelgraben wurde nach der Verlegung wieder geschlossen und zunächst provisorisch gepflastert“, heißt es weiter. Die Beschädigung am Kanal sei aber kein Resultat der Bohrungen gewesen, sondern müsse schon älterer Natur sein, so ein Straßenbauamt-Mitarbeiter. Deshalb und auch, damit sich der Boden noch setzen könne, seien an dieser Stelle zunächst Pflastersteine verlegt worden.

In nächster Zeit werde es dort zu keinen abschließenden Arbeiten kommen. Die Stadtwerke müssten darüber hinaus also entlang der Fahrbahn, in Fahrtrichtung, arbeiten. Asphaltarbeiten zum jetzigen Zeitpunkt im Winter seien sowieso nicht realisierbar, da zum Teil auch Mischwerke geschlossen hätten. Sollten sich die Arbeiten ankündigen, werde das Straßenbauamt über etwaige Spursperrungen informieren, heißt es.