Bewachung der Strände beginnt
Der Zaun des Anstoßes verschwindet

Der Zaun soll nun doch verschwinden. Ab heute lässt die Stadt Sand anfahren für den ausgespülten Strandabschnitt im Augustabad. Bis zum nächsten Jahr soll es eine richtige Lösung für das Problem geben.
Der Zaun soll nun doch verschwinden. Ab heute lässt die Stadt Sand anfahren für den ausgespülten Strandabschnitt im Augustabad. Bis zum nächsten Jahr soll es eine richtige Lösung für das Problem geben.
Anke Brauns

Mit tonnenweise Sand lässt die Stadt in den nächsten Tagen die kleine „Steilküste” an einem Abschnitt des Augustabades verschwinden und damit auch die Absperrung. Nicht nur deshalb kann die Badesaison an den Stränden jetzt offiziell losgehen.

Er sorgt für Kritik und Gerüchte – der Zaun, der seit einiger Zeit einen Strandabschnitt im Augustabad in Neubrandenburg absperrt. Weil das Wasser in den vergangenen Wochen und Monaten noch mehr Sand abgetragen hat als in den Vorjahren, sodass eine kleine „Steilküste“ entstanden ist, baut die Stadt aus Sicherheitsgründen vor.

Man wolle aber vor Beginn der Badesaison noch mal prüfen, in welchem Umfang die Sperrung während des Badebetriebes nötig ist, hieß es im April. Am morgigen Dienstag startet die Badesaison mit bewachten Stränden im Augustabad, in Broda und am Reitbahnsee. Die Schwimmmeister und Rettungsschwimmer stehen in den Startlöchern und die Stadt hat festgelegt: Der Zaun soll ganz verschwinden, auch wenn das nicht billig wird.

Ab Montag wird tonnenweise Sand angefahren und die steile Kante gebrochen. Wenn das geschafft ist, soll ein Schild trotzdem zusätzlich darauf hinweisen, dass es dort etwas steiler ins Wasser geht. Wie viel Geld die Stadt diesmal dafür investieren muss, wird sich endgültig erst während der Arbeiten zeigen. Insgesamt kostet die Bewirtschaftung der Strände jährlich rund 280 000 Euro.

Nur ein „besseres Provisorium für diesen Sommer“

Doch auch wenn jetzt jede Menge Sand ans Ufer und in den See gekippt wird, so weiß doch Jan Brauns, dass es nur ein „besseres Provisorium für diesen Sommer“ wird. Denn das Wasser wird den Strand wieder ausspülen und den Sand verschwinden lassen. Bis zum nächsten Jahr solle es aber „eine praktikable dauerhafte Lösung“ geben, so der Sachgebietsleiter Grünflächen im Eigenbetrieb Immobilienmanagement der Stadt. Gedacht ist an eine Spundwand, die die Kraft des Wassers bremsen soll, die Details seien aber noch in der Diskussion.

Das sind gute Nachrichten für die Gäste des Augustabades, für das die Stadt perspektivisch auch eine Bewirtschaftung durch einen privaten Betreiber in Erwägung zieht, um Geld zu sparen (der Nordkurier berichtete). Bei schönem Wetter zieht der Strand schon jetzt viele Besucher an, sagt Schwimmmeisterin Andrea Voß. Ins Wasser gehen bei rund elf Grad bisher aber nur wenige, hat sie beobachtet. Ein paar eiserne Schwimmer gebe es natürlich.

Der bewachte Bereich ist gekennzeichnet

Vor wenigen Tagen war Abnahme für die drei Strandbäder, die Bojen sind im Wasser, der bewachte Bereich ist gekennzeichnet. In neuen Schaukästen an den Strandbädern sollen Informationen für die Gäste – wie beispielsweise die Ergebnisse der Wasserkontrollen – ausgehängt werden.

„Im Mai und September bewachen wir die Strände von 9 bis 16 Uhr, im Juni, Juli und August von 9 bis 18 Uhr“, sagt Andrea Voß. Je nach Wetterlage werde auch verlängert, in der Vor- und Nachsaison bis maximal 18 Uhr, im Sommer bis spätestens 19 Uhr, erklärt sie. Am sichersten ist der Blick zum Schwimmmeisterhäuschen. Wenn die Flagge mit dem roten Kreuz draußen hängt, sind die Rettungsschwimmer im Dienst.