Am Fontanehof dreht sich kein Rad
Detailstreit bremst Baubeginn

Die Panzerhallen sind verschwunden. Doch die Wohnbebauung am Fontanehof lässt noch auf sich warten. 
Die Panzerhallen sind verschwunden. Doch die Wohnbebauung am Fontanehof lässt noch auf sich warten. 
Andreas Segeth

Am Augustabad sollen exklusive Wohnungen in einzigartiger Lage entstehen. Der Bebauungsplan liegt nach Jahren des Verhandelns vor, die Investoren wollen loslegen. Doch nun bremst sie eine Detailfrage aus.

Still ruht der See am Augustabad: Eigentlich müssten sich hinter dem Freibad seit Herbst die Kräne drehen, doch bislang steht hier nichts als ein Bauschild. Die drei Unternehmer Owe Gluth, Bernd Herrmann und Torsten Krentz wollen hier, wo bis zum letzten Sommer noch alte Panzerhallen aus DDR-Zeiten das Ortsbild verschandelten, drei Villen mit insgesamt 21 exklusiven Wohnungen errichten. Für ein Drittel gebe es schon feste Reservierungen, erklärt Owe Gluth.

Aber die künftigen Seeanwohner müssen sich noch gedulden. Ursache ist nach Auskunft aus dem Rathaus und Angaben des Unternehmer-Trios eine Meinungsverschiedenheit über Details des Erscheinungsbildes. Beide Seiten möchten sich nicht öffentlich dazu äußern, nach Informationen des Nordkurier geht es aber hauptsächlich um die Frage der Ausrichtung der Häuser. „Es gibt verschiedene Meinungen über Details des Bebauungsplans“, ist alles, was Owe Gluth zu diesem Thema sagt. Aber man arbeite gemeinsam an einer Lösung. Er gibt sich optimistisch, dass bald eine Übereinkunft erzielt werden kann.

Knackpunkt ist offebar das öffentliche Strandbad

Neubrandenburgs Vize-Oberbürgermeister Harald Walter äußert sich auf Nachfrage des Nordkurier ähnlich diplomatisch. Man sei daran interessiert, eine gemeinsame Lösung zu finden. Es gebe schließlich den kommunalpolitischen Willen, dass am Fontanehof Wohnhäuser entstehen sollen.

Der Hintergrund für den aktuellen Streitfall dürfte der gleiche sein, warum sich die Stadt mit dem Bebauungsplan für dieses Filetstück der Stadt so lange so schwer getan hat: Der vorsorgliche Schutz des öffentlichen Strandbades am Augustabad vor möglichen Anwohnerbeschwerden über Lärmbelästigungen durch den Badebetrieb. Laut Investoren ist der Schutz aber hinreichend gegeben. Immerhin sei eine „Lärmbaulast“ festgeschrieben. „Und wir wollen doch auch, dass das Strandbad erhalten bleibt“, sagt Owe Gluth.