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Deutsche Bahn beschert Neubrandenburg Jubel aus Berlin

„Oh, wie schön ist Neubrandenburg”, so titelt die „Berliner Zeitung” und nennt die Stadt in einem Atemzug mit Genf. Zu verdanken hat sie diese Aufmerksamkeit der Deutschen Bahn.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
Der Tollensee ist zu jeder Jahreszeit wunderschön. Dieses Foto hatte eine Leserin dem Nordkurier bei Facebook geschickt.
Der Tollensesee ist zu jeder Jahreszeit wunderschön. Dieses Foto hatte eine Leserin dem Nordkurier bei Facebook geschickt. Maren Schibi/Facebook
Neubrandenburg.

Die Deutsche Bahn hat mit einer ihren dauernden Verspätungen für einen neuen Vorschlag bei der Suche nach einem Namenszusatz für Neubrandenburg* gesorgt. Aber keinesfalls negativ, sondern einen äußerst wohlklingenden: das Genf von Mecklenburg-Vorpommern. So jedenfalls schwärmt Kulturredakteur Maxim Leo in seinem Beitrag für die „Berliner Zeitung” mit der Überschrift „Oh, wie schön ist Neubrandenburg”.

Zu verdanken hat die Stadt das unverhoffte Lob der Deutschen Bahn. Leo war zu einer Lesung in Neubrandenburg und logierte am Tollensesee. „Ich war in einem Hotel direkt am See untergebracht, vom Frühstücksraum aus sah ich die Sonne über dem Wasser aufgehen, das Schilf färbte sich rot, ein paar Schwäne glitten vorbei. Ich wäre gerne noch ein wenig geblieben, aber mein Zug fuhr um 9.31 Uhr”, schrieb er in seiner Kolumne.

„Als wüsste das hier jeder Depp”

Die Erfüllung dieses Wunsches übernahm die Deutsche Bahn. Bei der Ankunft am Bahnhof las Leo auf der Anzeigetafel, dass sein Zug Richtung Berlin 15 Minuten Verspätung haben wird. Dem schenkte der Schreiber glauben, woraufhin er seinen Zug verpasste, der pünktlich fuhr, wie er später am Schalter erfuhr. „Es klang so, als wüsste das hier jeder Depp. Als würde seit dem 18. Jahrhundert jede Mutter in Neubrandenburg ihren Kindern mehrmals am Tag einbläuen: 'Und ihr wisst, was an der Anzeigetafel am Bahnhof steht, das stimmt nicht!'"

Als dann der nächste Zug ausfiel, war Leo reif für den Tollensesee. „Der lag glitzernd in der Sonne. Es war herrlich.” Später schlenderte er noch ein wenig durch die Altstadt, wo für ihn nach einer Flasche Wein und zwei Glühwein die mittelalterliche Stadtmauer „sehr imposant” aussah. Derlei beschwingt und beschwichtigt, wollte der Redakteur dann auch schon der Bahn danken, nur um dann in den falschen Zug einzusteigen.

*Viertorestadt, Hochschulstadt oder Tollenseseestadt? Auf der Homepage der Stadt Neubrandenburg kann man vom 30. Januar bis zum 10. März über den Namenszusatz abstimmen.

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Kommentare (1)

Der Tollensesee!!! ist zu jeder Jahreszeit wunderschön.