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Ausländerfeindlichkeit

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Deutsche hetzen Hunde auf zwei Afrikaner

Zwei Afrikaner wurden am Donnerstag in Friedland angegriffen.
Zwei Afrikaner wurden am Donnerstag in Friedland angegriffen.
Carsten Rehder

In Friedland sind zwei Zuwanderer von Hunden gejagt und anschließend angegriffen worden. Sie waren an einer im Freien feiernden Gruppe vorbeigefahren.

UPDATE: Der Nordkurier traf vor Ort Täter und Opfer, hat mit beiden gesprochen und überraschende Antworten erhalten.

Eine Gruppe von Deutschen hat am Mühlenteich in Friedland (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) nach kräftigem Alkoholkonsum zwei vorbeikommenden Afrikanern zunächst die Hunde hinterhergehetzt und sie dann noch geschlagen. Die beiden 26 Jahre alten Eritreer erlitten leichte Verletzungen, wie die Polizei nach dem Angriff am Donnerstagabend mitteilte.

Als die beiden Männer mit Fahrrädern an der Sechsergruppe vorbeifuhren, sollen die Tatverdächtigen, die „erheblich dem Alkohol zusprachen“, ihnen zwei Hunde hinterhergehetzt haben. Drei Männer und eine Frau aus der Gruppe rannten ebenfalls ihren Opfern hinterher. Zwei von ihnen sollen den Männern dann mehrmals gegen die Köpfe geschlagen haben.

Einer der beiden Schläger nahm im Anschluss die Fahrräder und schmiss diese in den Mühlenteich. Auch als die Polizei schon vor Ort war, riefen die Deutschen „Scheiß Ausländer“ und „Ihr seid keine Deutschen“ in Richtung der Afrikaner.

Gegen die beiden 21- und 31-jährigen Tatverdächtigen werde wegen Körperverletzung ermittelt. Für einen Haftbefehl gebe es keinen Grund, sagte eine Polizeisprecherin. Die Fahrräder wurden aus dem Teich geborgen und den Zuwanderern zurückgegeben.