LEICHTE ENTSPANNUNG

Die Corona-Zahlen in den einzelnen Regionen der Seenplatte

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat neue regionale Corona-Zahlen veröffentlicht. Die Daten lassen kurz aufatmen – Entwarnung will aber keiner geben.
Die Infizierten-Zahlen gehen in der Seenplatte langsam zurück. Maßnahmen wie die strenge Maskenpflicht bleiben aber
Die Infizierten-Zahlen gehen in der Seenplatte langsam zurück. Maßnahmen wie die strenge Maskenpflicht bleiben aber bestehen. Robin Peters
Neubrandenburg ·

In der Mecklenburgischen Seenplatte sind die Corona-Neuinfektionen besonders in bisherigen Hotspots stark zurückgegangen. Das belegt eine Übersicht über die Infizierten-Zahlen der vergangenen sieben Tage in einzelnen Ämtern, die am Dienstag von der Kreisverwaltung veröffentlicht wurde. So haben sich beispielsweise in Demmin nur 16 und in Friedland 12 Menschen in der zurückliegenden Woche mit dem Coronavirus angesteckt – deutlich weniger als in der Vorwoche. Die Inzidenz betrug am Montag in Demmin nur noch 151,46. Am vergangenen Montag lag sie dort noch weit über 400.

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Einzelne Inzidenzen über 300 wurden noch in den Ämtern Treptower Tollensewinkel und Stavenhagen gemessen. Auch in der Feldberger Seenlandschaft (272,29) und dem Amt Demminer Land (265,37) blieb die Kennziffer recht hoch. Das kann aber unter anderem mit der geringen Einwohnerzahl in den betreffenden Ämtern und dem theoretischen Charakter des Inzidenzwertes begründet werden. So leben in der Feldberger Seenlandschaft laut der letzten Erhebung nur 4407 Menschen. Die Inzidenz errechnet sich aber aus Neuinfektionen in sieben Tagen auf 100.000 Einwohner. Reale Fälle gab es dort seit letzten Dienstag lediglich 12. Schon dieses Dutzend führte zu dem auf den ersten Blick erschreckenden Wert.

Neubrandenburg mit 190 Neuinfektionen binnen 7 Tagen

In den Städten Waren und Neustrelitz sowie in den Ämtern Röbel-Müritz, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Seenlandschaft Waren und Neustrelitz-Land lag die Inzidenz gar unter 100. Die Zahl neuer Infektionen war in der Kreisstadt Neubrandenburg mit 190 weiterhin am höchsten. Hier kletterte die Inzidenz auf 297,99.

Schon am Ende der vergangenen Woche waren die Infiziertenzahlen in der Mecklenburgischen Seenplatte deutlich zurückgegangen und der Gesamt-Inzidenzwert des Landkreises unter die Hochrisiko-Marke 200 gerutscht. Am Dienstagabend errechneten die Mitarbeiter des Landesamtes für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern (Lagus) eine Inzidenz von 191 für den flächenmäßig größten Landkreis Deutschlands. Von einem allgemeinen Trendwechsel wird in der Kreisverwaltung allerdings noch nicht gesprochen – dafür seien die künftigen Entwicklungen zu ungewiss.

Verbesserung der Situation in Alten- und Pflegeheimen

Zumindest beobachteten die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes zuletzt aber eine „leichte Entspannung des Infektionsgeschehens” in den Alten- und Pflegeheimen des Landkreises. Anfang der Woche traf in der Kreisverwaltung Impfstoff 975 Menschen ein, hieß es aus dem Landratsamt. Die vier Impfteams im Landkreis würden fortan in Senioren- und Pflegeheimen impfen, wo das Pandemie-Geschehen eine solche Maßnahme bislang verhinderthatte.

Seit Dienstag werden alte Menschen zudem in zwei Impfzentren mit dem Schutz vor dem Coronavirus versorgt. Neben dem Impfzentrum auf dem Flugplatz Trollenhagen bei Neubrandenburg ist nun eine zweite Anlaufstelle in der Turnhalle des Regionalen Beruflichen Bildungszentrums Müritz in Waren in Betrieb genommen worden. Menschen über 80 Jahre werden laut Kreisverwaltung angeschrieben und können dann telefonisch einen Termin in einem der beiden Impfzentren vereinbaren. Im neuen Impfzentrum in Waren wurden den Angaben zufolge am ersten Öffnungstag 24 Rentner geimpft.

Strenge Regeln bleiben weiter in Kraft

Trotz des Rückgangs der Fallzahlen und der Inzidenz des Landkreises bleiben die strengen Corona-Regeln im Landkreis aber mindestens bis Ende Januar bestehen. Frühestens zwei Wochen nach Unterschreiten der Inzidenz von 200 könne laut Kreissprecherin Haidrun Pergande über Lockerungen nachgedacht werden.

Unterdessen erreichten den Nordkurier mehrfach Fragen nach dem Gesundheitszustand des Landrates, weil seit mehreren Wochen nur seine Stellvertreter an die Öffentlichkeit treten. Laut Aussagen aus der Kreisverwaltung ist Heiko Kärger noch immer krankgeschrieben. An Covid-19 sei er allerdings nicht erkrankt.

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