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Die Kühe in Wolde führen Menschen zusammen

Christina Mielke arbeitet im Landwirtschaftsbetrieb in Wolde. Mit den Kühen vor Ort ist sie bestens vertraut. [KT_CREDIT] FOTO: Denny Kleindienst

VonDenny KleindienstWer ein guter Melker sein will, muss früh aufstehen. Es kann auch von Vorteil sein, aus Alt Tellin zu kommen. Das Leistungsmelken in ...

VonDenny Kleindienst

Wer ein guter Melker sein will, muss früh aufstehen. Es kann auch von Vorteil sein, aus Alt Tellin zu kommen. Das Leistungsmelken in Wolde hat das gezeigt.

Wolde/Alt Tellin.Seit fast zwei Jahren hatte Hannes Kankel nicht mehr gemolken. Trotzdem hat ihn sein Betrieb, die „Rinderzucht Tollensetal“ in Alt Tellin, am Donnerstag zum Leistungsmelken nach Wolde geschickt. Im praktischen Teil des Wettbewerbes bemühten sich die Teilnehmer dort um die schnellstmögliche Melkzeit. Routine kann da helfen. Hannes Kankel nahm es sportlich: „Ich habe vorher noch einmal drei Kühe gemolken.“ Es hat als Training wohl ausgereicht, denn er belegte den zweiten Platz bei den unter 25-Jährigen. Vor ihm lag sein Alt Telliner Kollege Hannes Brehm.
In der zweiten Kategorie, bei den über 25-Jährigen, schaffte es eine weitere Melkerin von der Alt Telliner „Rinderzucht Tollensetal“ auf den ersten Platz: Michaela Sklomeit. Ihr ging es bei dem Wettbewerb vor allem um das Zusammensein. „Das Schönste hierbei ist, dass man Leute trifft“, sagte sie. Viele der anderen Teilnehmer kennt sie schon seit der Schulzeit. Mittlerweile sind sie alle in verschiedenen Betrieben angestellt: in Wolde, Alt Tellin, Lindenberg, Siedenbrünzow, Zarnekow oder Burow. Beim Leistungsmelken hatte sie auch einmal die Gelegenheit, den Betrieb der Freundin zu begutachten: Den Wolder Landwirtschaftsbetrieb „Landboden“, wo Christina Mielke arbeitet. Sie wurde die Zweite bei den über 25-Jährigen und rettete die Ehre des Austragungsbetriebes. Schließlich hatten die Wolder einen Heimvorteil, weil sie mit ihrer Melkanlage vertraut sind.
Mal eine andere Anlage zu sehen, die mit ganz eigenen Raffinessen ausgestattet ist, das reizte Andrea Wettig beim Leistungsmelken. „Jede Technik ist ein bisschen anders“, sagte sie. Sie nahm vor allem neue Erfahrungen mit zurück nach Burow, wo sie bei Gutsmilch arbeitet. Und ein bisschen Ehrgeiz ist bei einem solchen Wettbewerb natürlich auch dabei, gab sie zu. Auchwenn die Teilnehmer frühes Aufstehen gewohnt sind, war etwas Ehrgeiz unerlässlich, um früh morgens in den Wettkampfmodus zu kommen. Das Leistungsmelken begann nämlich bereits um 4 Uhr. Die Erstplatzierten in den beiden Altersklassen haben sich in Wolde für die nächste Runde qualifiziert und nehmen bald am Landes-Leistungsmelken teil.