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Die Neubrandenburger Innenstadt ist der Drogen-Brennpunkt

Die meisten Händler und Käufer illegaler Drogen sind in diesem Jahr bisher in der Neubrandenburger Innenstadt erwischt worden.
Die meisten Händler und Käufer illegaler Drogen sind in diesem Jahr bisher in der Neubrandenburger Innenstadt erwischt worden.
Ingo Wagner/Symbolbild

Hunderte Verfahren wegen Rauschgift-Kriminalität haben die Ermittler in diesem Jahr schon begonnen. Der Schwerpunkt liegt in der Innenstadt.

Einer der Neubrandenburger Stadtteile mit dem höchsten Durchschnittsalter seiner Bewohner gilt bei der Polizei gleichzeitig als der Kiez mit der höchsten Rate in der Drogenkriminalität: Allein in den ersten neun Monaten des Jahres konnten die Fahnder in der Innenstadt schon 90 Verfahren gegen Rauschgifthändler und ihre Konsumenten abschließen. Viel weniger erfolgreiche Einsätze weisen dagegen die großen Neubauviertel an den Außenposten der Stadt auf.

In der Oststadt, dem größten Stadtteil Neubrandenburgs, konnten von Januar bis September lediglich 47 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz geahndet werden, genau so viele wie im Reitbahnviertel. An vierter Stelle der traurigen Statistik befindet sich die Südstadt, dort gingen der Polizei 35 Dealer und Käufer ins Netz.

Völlig ohne einen Aufgriff kamen die eher ländlich geprägten Neubrandenburger Stadtteile Carlshöhe, Frischeshof und Weitin aus. Insgesamt konnten die Ermittler aus der Rauschgiftszene im ersten Dreivierteljahr 2017 304 Verstöße ahnden – Tendenz zunehmend.

Kommentare (2)

Je oller, je doller. ;-)

nur weil der Stadtteil das höchste Durchschnittsalter an Bewohner hat, heißt es ja nicht das genau diese sich dem Drogenkonsum hingeben. Vielmehr ist es wohl so, dass es die Suchthaken aus den Außenbereichen in die Innenstadt zieht, da man hier neben Drogen auch dem ein oder anderen Passanten Geld, Handy etc. abnehmen kann, oder einfach nur asozial rumlungert.