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Diebe fluten Bethanien-Center in Neubrandenburg

Dieser Handyladen im Bethanien-Center von Neubrandenburg wurde ausgeraubt.
Dieser Handyladen im Bethanien-Center von Neubrandenburg wurde ausgeraubt.
Felix Gadewolz

Ein Einbruch in das Neubrandenburger Bethanien-Center hat nicht nur einen Einsatz der Polizei verursacht, sondern auch der Feuerwehr. 30.000 Liter Wasser standen im Einkaufszentrum.

Einbrecher haben in Neubrandenburg das Bethanien-Center in Teilen unter Wasser gesetzt. Die Täter stiegen in der Nacht zum Montag über das Dach des Einkaufszentrums in einen Handyladen ein, wo sie eine größere Menge teurer Geräte stahlen, wie ein Polizeisprecher in Neubrandenburg sagte.

Beim Einbruch wurde die Sprinkleranlage ausgelöst, die die Einkaufsmeile normalerweise bei Bränden schützen soll. Dabei ergossen sich mindestens 30.000 Liter Wasser in einige Bereiche der Ladenstraße. Das Wasser konnte aber schnell abgepumpt und das Center an der B96 am Morgen wieder geöffnet werden.

Der oder die Einbrecher müssen von mächtig schmaler Statur sein. Denn das Loch, das den "Eintritt" durch das Dach ermöglicht hat, ist beeindruckend schmal.

Polizei sucht nach den Tätern

„Nur der betroffene Handyladen bleibt noch zu“, sagte ein Center-Sprecher. Insgesamt sei der Schaden zwar noch nicht abschätzbar, aber geringer als zunächst befürchtet. Der Geschäftsführer des Ladens, Steffen Drewes, schätzte ihn vorerst auf eine sechsstellige Summe. Nicht mitgerechnet: die Beute der Einbrecher. Über die darf Steffen Drewes aber auf Anraten der Polizei nichts Konkretes sagen.

„Durch die Brandmeldeanlage sind wir kurz nach Mitternacht automatisch alarmiert worden“, erklärte der Leiter der Berufsfeuerwehr Frank Bühring. Die Kameraden seien in sechs Minuten am Ort des Geschehens gewesen.

Unklar ist noch, ob die Wasseranlage aus Versehen oder absichtlich ausgelöst wurde, um eventuell Einbruchspuren zu vernichten. Die Suche nach den Tätern dauert laut Polizei noch an.

Nicht der erste Einbruch ins Bethanien-Center

Es war nicht der erste Einbruch dieser Art in das Center. Schon Anfang Dezember 2013 waren Unbekannte über das Dach eingestiegen und hatten einen Geldautomaten geplündert. Auch damals waren die Täter von Sonntag zu Montag am Wochenende eingestiegen und hatten eine Geldkassette mit einer fünfstelligen Summe erbeutet. Durch die Löcher im Dach war damals Regenwasser in das Center gelaufen.

Die Polizei sucht Zeugen. Diese mögen sich an die Einsatzleitstelle Neubrandenburg wenden, Telefonnummer: 0395 / 5582 2224. Auch die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de oder jede andere Polizeidienststelle nimmt Hinweise entgegen.

Kommentare (4)

Gibt es keine Alarmanlagen mehr ? Was ist aus Deutschland geworden, kriegt man die Bande dann unschädlich machen auf dauer

Alarmanlagen sind an Türen und zugänglichen Fenstern angebracht, wenn diese von außen aufgebrochen werden. Fensterchen auf dem Dach werden nicht abgesichert, da man nicht davon ausgeht, dass auch unterernährte Kinder beim Diebstahl unterwegs sind. Alarmanlagen á la Mission Impossible (Tom Cruise am Seil) sind für ein Vodafone-Laden viel zu teuer.

Ich sehe gar nicht solche Filme, heute muß man mit allem rechnen mit sich im Land rumtreibt. Vor 50 Jahren habe schon eine Anlage gebaut, und Drähte gespannt. wenn sie gerissen sind hat die Sirene ausgelöst. Aber die Jugend von Heute kennt sowas nicht.

... kennen, werden Sie auch wissen wie laut Ihre kostengünstige Spielzeug-Sirene sein muss, damit sie am Wochenende gehört wird. Dass die Jugend von heute ohne Kennung rumläuft ist ein Gerücht. Die Einbrecher werden keine Rentner gewesen sein. Die hatten Ahnung von Alarmanlagen. Das ist wie mit Internetviren: sobald sie ein Virus unschädlich gemacht haben, sind bereits drei neue Viren erfunden.