EINBRUCH AN HINTERSTER MÜHLE

Diebe stehlen wertvolle Vögel

Der Tierhof der Hintersten Mühle ist von Einbrechern heimgesucht worden. Offenbar von zielstrebigen Einbrechern: Acht außergewöhnliche Vögel wurden aus einer der Volieren gestohlen.
Susanne Schulz Susanne Schulz
Das aufgebrochene Türschloss der Voliere war Heike Maaß gleich aufgefallen, als sie am Sonntagmorgen zum Tierhof kam.  
Das aufgebrochene Türschloss der Voliere war Heike Maaß gleich aufgefallen, als sie am Sonntagmorgen zum Tierhof kam. Susanne Schulz
Der "Unzertrennliche" mit dem pfirsichfarbenen Köpfchen (3. von links) betrauert den Verlust seines vertrauten Gefährten. Gleich vier Artgenossen sind aus der Voliere gestohlen worden.
Der „Unzertrennliche” mit dem pfirsichfarbenen Köpfchen (3. von links) betrauert den Verlust seines vertrauten Gefährten. Gleich vier Artgenossen sind aus der Voliere gestohlen worden. Susanne Schulz
Auch zwei porzellanfarbene federfüßige Zwerghennen sind aus dem Gehege mitgenommen worden. 
Auch zwei porzellanfarbene federfüßige Zwerghennen sind aus dem Gehege mitgenommen worden. Susanne Schulz
Mit weit über 200 Tieren ist der Tierhof der Hintersten Mühle ein Paradies für Naturfreunde und Wissbegierige. 
Mit weit über 200 Tieren ist der Tierhof der Hintersten Mühle ein Paradies für Naturfreunde und Wissbegierige. Susanne Schulz
Neubrandenburg.

Acht Vögel sind am Wochenende vom Tierhof an der Hintersten Mühle gestohlen worden. Die außergewöhnlichen Exemplare – zwei porzellanfarbene Federfüßige Zwerghennen, zwei Nymphensittiche und vier Agaporniden, die wegen ihres extremen Paarverhaltens als „Unzertrennliche“ bekannt sind – wurden in der Nacht zum Sonntag zur Beute dreister Einbrecher.

Tierhof-Mitarbeiterin Heike Maaß hatte die Spuren der Tat entdeckt, als sie am Sonntagmorgen zur Arbeit kam: Dem Zaun war anzusehen, dass jemand darüber geklettert war, und das aufgebrochene Schloss am Vogelgehege und erst recht das aufgeregte Gebaren der verbliebenen Vögel räumten dann jeden Zweifel aus: Hier hatten sich Unbefugte bedient. Schnell war auch erkannt, welche Exemplare fehlten.

Täter gingen zielstrebig vor

„Wenn es dunkel ist, sitzen die Tiere ruhig da, dann kann man sie tatsächlich von der Stange pflücken“, weiß die Zootechnikerin über die gestohlenen Rassen. Anders als bei den wehrhaften Graupapageien, die mit ihren kraftvollen Schnäbeln nicht nur Paranüsse knacken, sondern auch Angreifer abwehren könnten, hätten die Kleinpapageien und Zwerghühner den Dieben nicht viel entgegen zu setzen.

Aus der Voliere, in der noch weitere Artgenossen leben, haben sich die Täter offenbar recht zielstrebig bedient. Womöglich zu Zuchtzwecken? Eier jedenfalls sind von den Zwerghennen wenig zu erwarten, stellt die Fachfrau klar. Jedoch haben die außergewöhnlichen Rassen ihren Preis: Der Wert der gestohlenen Tiere dürfe zusammen bei etwa 400 Euro liegen, bestätigt auch die Polizei.

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