SANIERUNGSVORHABEN BIS 2023

Diese Baustellen sind in Neubrandenburgs Innenstadt geplant

In der Innenstadt sind Sanierungsvorhaben für die nächsten Jahre festgeklopft. In einer Straße werden die Arbeiten besonders herbeigesehnt.
Susanne Schulz Susanne Schulz
Holterdipolter: Der Verkehr auf der Großen Wollweberstraße gerät für Autofahrer und Anwohner oft zur Str
Holterdipolter: Der Verkehr auf der Großen Wollweberstraße gerät für Autofahrer und Anwohner oft zur Strapaze. Susanne Schulz
Neubrandenburg.

Nach der Baustelle ist vor der Baustelle. Und das aus gutem Grund: Während mit dem Finale der Engelsring-Sanierung Neubrandenburgs Fernverkehrsstraßen erst mal auf Vordermann gebracht sind, bleibt in der Innenstadt noch ziemlich viel zu tun.

Der Neugestaltung der Stargarder Straße in den vergangenen Jahren müssen nun auch Taten folgen auf der zweiten Ein- und Ausfahrtroute des Stadtzentrums, der Großen Wollweberstraße. Ebenso wie die Autofahrer, die über die Buckelpiste klagen und sich dennoch gern mal von der noch weit entfernten grünen Ampel zu rumpelnder Beschleunigung verleiten lassen, und den Anwohnern, die unter entsprechender Geräuschkulisse leiden, sehen das auch die Stadtplaner.

Neben der Sanierung der Krämer- und Dümperstraße entlang der neuen Wohnhäuser ist die Große Wollweberstraße das wichtigste innenstädtische Projekt in den nächsten Jahren. Schließlich muss sie 70 Prozent des aus der Innenstadt und 30 Prozent des in die Innenstadt führenden Verkehrs verkraften, erklärt Frank Renner, Fachbereichsleiter für Stadtplanung, Wirtschaft, Bauaufsicht und Kultur im Neubrandenburger Rathaus.

Viel Verkehr in der Innenstadt

2020 sollen die planerischen Vorbereitungen erfolgen, 2021/22 dann die Arbeiten – in zwei Abschnitten, deren Schnittpunkt die Einmündung der Dümperstraße ist. Verbunden wird die Sanierung jeweils auch mit umfassenden Arbeiten der Stadtwerke an ihrem Leitungsnetz. „Das wird eine hohe Belastung für alle Beteiligten“, kündigte Thomas Riemer, Geschäftsführer der Kommunalen Entwicklungsgesellschaft KEG, im Stadtentwicklungsausschuss an.

Die Notwendigkeit indessen steht außer Frage, verdeutlicht er; allein schon angesichts des Verkehrsaufkommens in der Neubrandenburger Innenstadt. Zum Ärztehaus etwa kämen täglich mehr als 2000 Patienten von außerhalb; Lastwagen bringen Lieferungen für Handel und Gastronomie; Reisegruppen wollen busweise in die Innenstadt gelangen; und nicht nur die Nähe mehrerer Schulen sowie des Kulturparks erfordert auch Lösungen für Radfahrer. Beidseits der Fahrbahn, die entsprechend denkmalpflegerischen Vorgaben auch künftig gepflastert und nicht asphaltiert sein wird, seien Geh- und Radwege geplant.

Viele Sanierungsprojekte erst nach 2023 geplant

Was es unzweifelhaft gibt, sind viele Fragen und Wünsche. Zum Beispiel nach einer Bus-Anbindung für die Innenstadt, wie ihn CDU-Stadtvertreterin Sabine Balschat erneut ins Gespräch bringt. Oder nach einer Fortsetzung für die Sanierung der Stargarder Straße bis hin zum Stargarder Tor, wie sie Bernd Lange aus der SPD-Fraktion anmahnt. „Auch das haben wir auf der Agenda“, versichert Frank Renner. Dasselbe gelte für die Neutor-, Pfaffen- und Treptower Straße. Doch die finanziellen Mittel setzten Grenzen, sodass diese Projekte erst nach 2023 ins Auge gefasst werden könnten.

Die Planungen für die nächsten Jahren sehen zunächst 2020 besagte Arbeiten an der Krämer- und Dümperstraße vor, 2021 neben der jetzt noch brachliegenden Ecke Beguinen-/Dümper- sowie dem letzten Bauabschnitt der Darrenstraße vor allem den Start in der Großen Wollweberstraße. Außer ihr ist 2022 kein weiteres Straßenbauvorhaben innerhalb der Stadtmauern geplant: „Mehr ist der Innenstadt nicht zuzumuten“, sagt Renner. Denn so sehr die Neubrandenburger auch komfortablere Straßen herbeisehnen: Ohne baubedingte Beeinträchtigungen werden die nicht zu haben sein.

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